Ihre Lügen brachten zwei Männer ins Grab: Nur 1000 Euro Strafe für Todesengel Silva M.

Leipzig - Überraschendes Ende im Prozess zu den Hintergründen des Leipziger Pferdehof-Mordes: Das Verfahren gegen Silva M. (38), die mit ihren Lügen zwei Männern den Tod brachte, wurde vom Landgericht eingestellt.

Verfahrenseinstellung gegen 1000 Euro: Silva M., hier mit ihrem Anwalt Stephan Bonell, kommt mit einem blauen Auge davon.
Verfahrenseinstellung gegen 1000 Euro: Silva M., hier mit ihrem Anwalt Stephan Bonell, kommt mit einem blauen Auge davon.  © Alexander Bischoff

Lediglich 1000 Euro muss die Kellnerin an die Staatskasse zahlen. In der Vorinstanz war Silva M. noch vom Amtsgericht wegen Betruges zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Zwar ging nun auch die Berufungskammer unter Vorsitz von Richterin Gabriele Plewnia-Schmidt (62) davon aus, dass die Eilenburgerin ihren Lebensgefährten Hermann H. (50) nach Strich und Faden belog, in dem sie behauptete, Anspruch auf ein Millionenerbe zu haben. Nach Ansicht des Gerichts ließ sich aber nicht beweisen, dass die Frau in betrügerischer Absicht handelte.

Im Glauben an künftigen Geldsegen hatte Hermann H. der Frau jahrelang das Leben finanziert und sich dabei hoch verschuldet. Als das Lügengerüst zusammenbrach, Silva M. nunmehr behauptete, von Verwandten um das Erbe gebracht worden zu sein, brannten bei dem Österreicher die Sicherungen durch.

Am 3. Dezember 2015 erschoss er erst den Pferdehofbesitzer Rocco J. (52), den er für den "Erben" hielt, und anschließend sich selbst.

Titelfoto: Alexander Bischoff


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