Junge Menschen süchtig wegen Werbung in der Stadt?

Leipzig - Das Jugendparlament und der Jugendbeirat fordern, nicht jugendfreie Werbung aus der Stadt zu verbannen.

Solche Werbetafeln sollen nach Wunsch des Jugendbeirats aus der Stadt verschwinden. (Symbolbild)
Solche Werbetafeln sollen nach Wunsch des Jugendbeirats aus der Stadt verschwinden. (Symbolbild)  © DPA

Damit gemeint sind Anzeigetafeln, die Alkohol, Zigaretten und Tabak bewerben. Die würden nämlich laut den Beirat unterbewusste Wünsche auslösen und dazu führen, dass "potentielle Konsumenten eher Gelegenheiten zum Konsum von Alkohol und Tabak nutzen", hießt es in einer Vorlage an die Stadtverwaltung.

Schließlich können Tabak und Alkohol zur Sucht führen. Und steckt man einmal drin, ist es fast unmöglich, aufzuhören. "Aus den Aussagen von vielen Rauchern weiß man, dass eine Beendigung des Tabakkonsums enorm schwierig ist.

Die Verfügbarkeit und Allgegenwärtigkeit durch die Werbung täuschte eine Normalität vor und führt zu einer unzulässigen Verharmlosung des Konsums dieser Gifte", so das Jugendparlament. Dadurch erhielten schon jungen Menschen den Eindruck, Alkohol- und Tabakkonsum sei "cool oder wenigstens 'normal' ".

Damit soll Schluss sein: "Ein Verbot von Werbung für diese krankmachenden und suchtauslösenden Stoffe ist ein wichtiger Schritt, der der Verharmlosung und dem extensiven Verkauf und Konsum dieser Stoffe entscheidend entgegenwirkt."

Titelfoto: DPA


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