"Mietwahnsinn" in Leipzig? Junge Liberale ätzen gegen Linke

Leipzig - Die Jungen Liberalen (JuLis) ätzen gegen die gewünschte Wohnungspolitik der Linken.

Juliane Nagel (39, DIE LINKE) wünscht sich eine Entspannung der angespannten Wohnungssituation durch "Besetzen, enteignen, kreativ umgestalten".
Juliane Nagel (39, DIE LINKE) wünscht sich eine Entspannung der angespannten Wohnungssituation durch "Besetzen, enteignen, kreativ umgestalten".  © DPA

Und dabei stützen sich die jungen FDP-ler auf einen Tweet von Linken-Stadträtin Juliane Nagel (39). Die hatte am Freitag, den 20. April als Lösung für den "Mietwahnsinn" in Leipzig "Besetzen, enteignen, kreativ umgestalten" vorgeschlagen. Eine Idee, die die JuLis für äußerst überholt halten.

"Wer 28 Jahre nach der Wiedervereinigung noch von Hausbesetzungen, Enteignungen und Zwangsverstaatlichungen fabuliert, hat [...] die Geschichte nicht verstanden", kritisiert Rudi Ascherl, Kreisvorsitzender der JuLis. Das seien "Wahlslogans von gestern".

Für die jungen Politiker stellen vielmehr die strengen Bau- und Wohnvorschriften eine Hürde dar. Sie fordern eher eine "schnelle Entbürokratisierung und Entlastung des Wohnmarktes durch Steuer- und Abgabensenkung".

Die Linke hatte auch die Demonstration "Leipzig für Alle" am vergangenen Freitag unterstützt. Hunderte hatten gegen die immer akuter werdende Wohnungsnot in der Stadt protestiert (TAG24 berichtete).


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