Macht diese sächsische Stadt bald Schluss mit Kaffee to go?

Gift für die Umwelt: Jährlich landen etwa 2,8 Milliarden Pappbecher im Müll.
Gift für die Umwelt: Jährlich landen etwa 2,8 Milliarden Pappbecher im Müll.  © DPA

Leipzig - Steigen Cafés und Bäcker in der Messestadt auf wiederverwendbare Kaffeebecher um? Fast ein Jahr nach einem entsprechenden Antrag der Fraktion der Grünen soll im Oktober endlich die Entscheidung kommen!

Wer kennt das nicht - früh morgens hat man wenig Zeit, der erste Kaffee wird bereits unterwegs genossen. Im Pappbecher. Was das für unsere Umwelt bedeutet, dürfte eigentlich jedem klar sein. Dennoch landen pro Stunde geschätzte 320.000 der Einweg-Kaffeetassen deutschlandweit im Müll.

Städte wie Rosenheim, Freiburg oder Berlin haben sie bereits, die recyclebaren Kaffeebecher. Für einen kleinen Pfandbetrag bekommen Koffeinjunkies ihr Lieblings-Heißgetränk für unterwegs. Wenn der Becher leer ist, gibt man ihn an anderer Stelle wieder ab und bekommt sein Geld zurück.

Wann kommen die Becher endlich in Leipzig an? Ein Problem ist derzeit noch das Fehlen eines bundesweiten Gesetzes. Projekte wie in Bayern oder Berlin gingen bisher auf Privatinitiativen zurück. Dennoch erklärte die Stadt Leipzig, solche Maßnahmen und Projektideen anteilig unterstützen zu wollen.

Was jetzt noch fehlt, ist also die zündende Idee. Der Vorschlag der Grünen: Ein Thermo-Mehrzweckbecher aus BPA-freiem-Kunststoff mit Leipzig-Motiv und eine dazu gehörige Werbekampagne. So könne man die Becher direkt vermarkten und die Einnahmen in die Herstellung zurückfließen lassen.

Die Bedingung dafür ist aber ganz klar - Stadt und Unternehmer müssen an einem Strang ziehen. Gerade im alternativen Leipzig sollte das doch aber kein Problem sein, oder? Am 18. Oktober wissen wir mehr!


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