Veranstalter erteilen KarliBeben 2018 eine Absage

Das KarliBeben im September fiel bereits aus. Auch im kommenden Jahr wird es keine Neuauflage des beliebten Straßenfestes geben. (Archivbild)
Das KarliBeben im September fiel bereits aus. Auch im kommenden Jahr wird es keine Neuauflage des beliebten Straßenfestes geben. (Archivbild)

Leipzig - Es ist vorbei - das beliebte "KarliBeben" wird auch im Jahr 2018 kein Comeback feiern. Die Veranstalter entschieden sich gegen eine Neuauflage des Straßenfestes im kommenden Jahr.

Dies erklärte der Verein "Karli Beben e. V." auf seiner Facebook-Seite. Demnach teilte der Verein der Stadt Leipzig mit, eine Veranstaltung in dieser Größenordnung mit Straßenausschank und Straßenbühnen im kommenden Jahr nicht anzumelden.

Als Grund nannte Mitorganisator Andreas Bürger auf Nachfrage die wachsenden Auflagen und Bedingungen von Seiten der Stadt. Diese seien teilweise zu hoch, teilweise zu aufwändig und teilweise nicht nachvollziehbar, auch wenn man den dahinter stehenden Wunsch nach größtmöglicher Sicherheit nachvollziehen könne, so Bürger.

Die Sicherheitsauflagen waren offenbar der Knackpunkt. So hätten wohl unter anderem Einfahrtsperren und deutlich mehr Security für ein KarliBeben im kommenden Jahr organisiert werden müssen.

Der Verein erklärte hierzu auf Facebook, man sei mit den teilweise unkalkulierbaren finanziellen Belastungen sowie dem Haftungsrisiko bei Zwischenfällen oder außergewöhnlichen Ereignissen schlichtweg überfordert. "Die Stadt Leipzig konnte uns bei dieser Überforderung leider keine Unterstützung oder Entlastung anbieten", so der Verein weiter.

Das Leipziger Ordnungsamt erklärte gegenüber der "Leipziger Volkszeitung", der Verein Karli Beben e. V. habe bei einer Abstimmung mit Ämtern und Polizei im Oktober kein Veranstaltungskonzept vorgelegt. Dies sei aber als Gesprächsgrundlage vorgesehen gewesen. Die Kommune könne außerdem keine Leistungen übernehmen, die in die Pflichten eines Veranstalters fallen, so das Ordnungsamt weiter.

Ob die Karl-Liebknecht-Straße irgendwann noch einmal eine Party mit tausenden Besuchern erlebt, ist nun offener denn je. Bereits Mitte Juli hatten die Organisatoren das KarliBeben im September abgesagt und dies ebenfalls mit zu hohen Auflagen begründet (TAG24 berichtete).


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