Leipziger Karstadt-Mitarbeiter erhalten Kündigungen

Leipzig - Nun haben sie es schwarz auf weiß: Die ersten Mitarbeiter von Karstadt erhielten am Mittwoch ihre Kündigung.

Im Mai protestierte Filiallleiter Michael Zielke noch mit Kolleginnen gegen die Schließungspläne - ohne Erfolg.
Im Mai protestierte Filiallleiter Michael Zielke noch mit Kolleginnen gegen die Schließungspläne - ohne Erfolg.

Bei weiteren werden die Entlassungs-Papiere am Donnerstag in Haus fliegen. Am 31. März werden alle Angestellten ihren letzten Arbeitstag in der Leipziger Filiale haben.

Michael Zielke, Leiter des Leipziger Warenhauses zeigt sich bestürzt in einem Schreiben: "Es ist schlimm, dass wir diese Entwicklung nicht aufhalten konnten." Um weiterhin in dem Gebäude bestehen zu können, war dem Unternehmen ein Angebot mit fast 70-prozentiger Mieterhöhung gemacht worden. "Eine solche Mietsteigerung nimmt uns wirtschaftlich die Luft zum Atmen", heißt es von Karstadt.

Wochenlang wurde verhandelt, doch genützt hat es schlussendlich nichts. Mit einer meterlangen Menschenkette und einer Unterschriften-Liste hatten die Mitarbeiter für den Erhalt ihrer Arbeitsstätte gekämpft (TAG24 berichtete).

"Wir waren sogar zu einer Mieterhöhung bereit, mit der wir über die Schmerzgrenze des für uns Leistbaren gegangen wären. Aber der Vermieter hat sich nicht so bewegt, dass wir zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen an diesem Standort bleiben können", so Zielke.


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