OLG lehnt Strafprozess gegen Leipziger Organspendeskandal-Ärzte ab

Leipzig - Fünf Jahre nach dem Auffliegen eines Organspendeskandals am Leipziger Uniklinikum wird es keinen Strafprozess gegen zwei Ärzte geben.

Das Oberlandesgericht schmetterte einen Strafprozess gegen die beiden Leipziger Oberärzte Dr. Armin T. (44) und Dr. Christoph B. (48) ab.
Das Oberlandesgericht schmetterte einen Strafprozess gegen die beiden Leipziger Oberärzte Dr. Armin T. (44) und Dr. Christoph B. (48) ab.  © dpa / Your Photo Today

Die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen den Nichteröffnungsbeschluss des Landgerichts Leipzig vom Februar sei als unbegründet verworfen worden, teilte das Oberlandesgericht Dresden (OLG) am Montag mit.

Die Staatsanwaltschaft hatte den beiden Ärzten vorgeworfen, in 31 Fällen Krankendaten so manipuliert zu haben, dass ihre Patienten schneller auf der Warteliste für ein Spenderorgan nach vorne rückten. Die Staatsanwaltschaft wertete dies als versuchten Totschlag (TAG24 berichtete).

Das Landgericht hatte keinen hinreichenden Tatverdacht festgestellt und die Eröffnung eines Strafprozesses gegen zwei Ärzte abgelehnt. Dagegen hatte die Anklagebehörde Beschwerde eingelegt, die nun verworfen wurde.

Gegen den Beschluss des OLG sind keine Rechtsmittel vorgesehen.


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