In Leipzig können Kinder bald auch abends zur Tagesmutti

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Leipzig - Wer einen Kita-Platz für sein Kind in Leipzig ergattern konnte, ist seine Betreuungssorgen tagsüber los. Doch was ist mit Eltern, die abends oder am Wochenende arbeiten müssen? Um herauszufinden, wie hoch der Bedarf an flexiblen Betreuungszeiten ist, startet die Stadt Leipzig einen Modellversuch.

Der Stadtrat verabschiedete Mitte November einen entsprechenden Antrag der Freibeuter-Fraktion. Nun startet das Amt für Jugend, Familie und Bildung einen Modellversuch über einen Zeitraum von zwei Jahren mit fünf freiwilligen Tagesmüttern beziehungsweise -vätern.

Auf diese Weise will die Stadt ermitteln, wie hoch der Bedarf an einer flexiblen Kinderbetreuung für Eltern mit Arbeitszeiten außerhalb von 8 bis 17 Uhr ist.

"Nicht nur Alleinerziehende, auch Paare in Schichtberufen sehen sich mit Schwierigkeiten bei der Organisation der Kinderbetreuung konfrontiert. Kinderbetreuung durch Tagespflegepersonen und Kitas in den späten Abendstunden oder am Wochenende werden nicht angeboten“, begründet Stadträtin Naomi-Pia-Witte den Vorstoß ihrer Freibeuter-Fraktion.

Die Verwaltung sah in der Vergangenheit keinen Grund, die Betreuungszeiten für Kinder auf die Abendstunden und das Wochenende auszuweiten. Das kritisiert Stadträtin Witte: "Die Stadt hat Eltern befragt, die ihre Kinder längst in Betreuung haben. Diese Eltern haben sich mehr schlecht als recht mit den Öffnungszeiten in der Kinderbetreuung arrangiert. Auf diese Weise entsteht der Eindruck mangelnder Nachfrage."

Eltern, die an einer Betreuung ihrer Kinder in den Abendstunden und am Wochenende interessiert sind, lädt Witte ein, Kontakt mit ihr per E-Mail aufzunehmen (Kinderbetreuung.Flex@gmx.de). „Wir wollen eine Brücke schlagen zwischen denen, die auf die Abendstunden ausgeweitete Kinderbetreuung suchen und denen, die diese Kinderbetreuung anbieten", so Witte.

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