Rettungseinsatz in Leipziger Kita: Krippenkinder teilweise nicht ansprechbar

Leipzig - Im Leipziger Süden hat es am Montagmorgen einen Rettungseinsatz in einem Kindergarten gegeben. Mehrere Kleinkinder wurden nach dem Frühstück apathisch, waren teilweise sogar nicht mehr ansprechbar.

Auch am Nachmittag waren Kriminaltechniker noch vor Ort, sicherten Spuren.
Auch am Nachmittag waren Kriminaltechniker noch vor Ort, sicherten Spuren.

Die ersten Symptome bei den zwei bis drei Jahre alten Krippenkindern traten gegen 10 Uhr im Kinderhaus am Agrapark im Ortsteil Dölitz-Dösen auf. Die Minderjährigen klagten über Schläfrigkeit, Übelkeit und Erbrechen, waren teilweise abwesend.

Nach und nach meldeten sich immer mehr Kinder mit den gleichen Anzeichen. Am Ende waren es sieben. Insgesamt sollen 30 Kinder am Frühstück teilgenommen haben.

Eingetroffene Ärzte sowie das Gesundheitsamt vermuten aktuell, dass es sich um eine Lebensmittelunverträglichkeit handelt. "Dies ist aber noch nicht abschließend geklärt", sagte Polizeisprecher Uwe Voigt.

Möglicherweise führte eine für das Frühstück verwendete Milch zu den Symptomen. Voigt: "Eine leere Verpackung wurde vor Ort sichergestellt."

Fünf der sieben Kinder sind nach Angaben der Rettungsleitstelle vorsorglich zur ambulanten Klärung ins Robert-Koch-Klinikum nach Grünau gebracht worden. Die anderen beiden wurden von ihren Eltern in der Kita abgeholt.

Die Beamten haben eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. Ob die Kinder laktoseintolerant sind oder die Milch oder ein anderes Nahrungsmittel möglicherweise verdorben war, müssen nun Spezialisten des Gesundheitsamts klären.

Der Vorfall ereignete sich im Kinderhaus am Agrapark im Leipziger Süden.
Der Vorfall ereignete sich im Kinderhaus am Agrapark im Leipziger Süden.

Mehr zum Thema Leipzig Lokal:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0