Joggerin in Leipzig vergewaltigt: Führt Joachim die Ermittler zum Täter?

Leipzig - Nach der Vergewaltigung einer Joggerin (69) im Leipziger Rosental vor zwei Jahren könnte ein neuer Hinweisgeber die Ermittler auf die Spur des Täters führen.

Das Leipziger Rosental ist eine Parkanlage mit angrenzendem Waldgebiet und besonders bei Joggern sehr beliebt.
Das Leipziger Rosental ist eine Parkanlage mit angrenzendem Waldgebiet und besonders bei Joggern sehr beliebt.  © Nico Zeißler

Joachim S., der mit seiner Ehefrau seit zehn Jahren in der Messestadt lebt, ist der mutmaßliche Vergewaltiger über den Weg gelaufen.

In der MDR-Sendung "Kripo live" hat der Hinweisgeber seine Beobachtungen am Sonntagabend geschildert.

"Am 1. September bin ich so Viertel nach 9 aufgebrochen von zu Hause mit dem Fahrrad und bin über den Zöllnerweg ins Rosental gekommen", berichtet Herr S. von dem Morgen im Jahr 2017. Er wollte zur Georg-Schumann-Straße fahren und durchquerte dafür die beliebte Park- und Waldanlage.

Im Gespräch mit den MDR-Reportern zeigte er auch auf die Stelle, an dem er dem mutmaßlichen Täter nahezu exakt 24 Stunden nach der Vergewaltigung begegnet ist. "Etwa in Höhe der Bank ist mir ein Mann entgegengekommen", erinnert sich Joachim S. noch ganz genau an den Tag am 1. September 2017.

"Ich bin langsam auf dem Weg gefahren, da kam mir der Mann entgegen: etwa 35 Jahre oder Ende 30, hob den Kopf und blickte mir etwas misstrauisch zu. Ich erwiderte seinen Blick, wir hatten etwa drei Sekunden Blickkontakt."

Aufgefallen sei ihm der südländisch aussehende Unbekannte, da er eine Kopfbedeckung, ähnlich eines Basecaps trug, "aber ohne Schriftzug oder Verzierungen, sondern einfach nur dunkeloliv aus Zeltstoff." Er habe einen wuseligen, ungepflegten Bart gehabt und könnte dem Anschein nach aus Vorderasien oder Afghanistan stammen.

Personenbeschreibung deckt sich mit Angaben des Opfers

Hinweisgeber Joachim S. zeigt auf die Stelle, an der er am 1. September 2017 den mutmaßlichen Vergewaltiger im Rosental gesehen hat.
Hinweisgeber Joachim S. zeigt auf die Stelle, an der er am 1. September 2017 den mutmaßlichen Vergewaltiger im Rosental gesehen hat.  © Screenshot/MDR Mediathek

Auch die 69-jährige Frau hatte den brutalen Täter genauso beschrieben:

  • südländischer Typ
  • 25 bis 35 Jahre alt
  • 1,70 bis 1,75 Meter groß und eine kräftige/stämmige Statur
  • dunkle Haare
  • kurzer, dunkler ungepflegter Bart
  • bekleidet mit einfarbigem Basecap in gedeckter Farbe, kariertem Hemd mit blau/grünen länglichen Karos, leichter Jacke, knielanger Hose (eventuell grau), Sportschuhen

Als Joachim S. diese Beschreibung wenige Stunden nach der Begegnung aus den Medien erfuhr, erinnerte er sich sofort an den Mann.

"Vor allem machte mich stutzig, dass es praktisch am gleichen Ort und zur gleichen Zeit war, wo er sich aufgehalten hat. Das muss er gewesen sein", ist sich der Hinweisgeber sicher. Seinen Augenzeugenbericht hatte die Polizei offensichtlich zunächst nicht weiter verfolgt.

"Durch die Hilfe von Joachim S. konnte jetzt ein Phantombild angefertigt werden", sagte "Kripo live"-Moderator Axel Bulthaupt (53) am Sonntagabend. "Das wird zunächst dem Vergewaltigungsopfer vorgelegt. Sollte die Frau darauf den Täter erkennen, dürfte es zur Öffentlichkeitsfahndung kommen.

Die 69-jährige Frau wurde am 31. August 2017 auf einer offenen Wiesenfläche von dem Täter zu Boden gestoßen, mehrfach ins Gesicht getreten und geschlagen und vergewaltigt worden (TAG24 berichtete). Dabei sagte er kein Wort. Die Rentnerin ließ er liegen, sie musste später notoperiert werden, konnte erst danach von dem Fall berichten.

Solltet auch Ihr Hinweise geben können, meldet Euch bitte bei der Kripo Leipzig unter Tel. 034196646666.

Die komplette "Kripo live"-Sendung könnt Ihr Euch >>>hier noch einmal anschauen.

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