Schuldenvorwurf: AfD tritt Partei-Aussteiger hinterher

Leipzig - Jetzt wird‘s schmutzig! Nach dem Austritt des Bundestagsabgeordneten Lars Herrmann (42) aus der AfD und deren Fraktion (TAG24 berichtete) brandmarkt der Landesverband der Partei den Leipziger Bundespolizisten öffentlich als Schuldner.

Nach dessen Parteiaustritt will die AfD Sachsen vom Bundestagsabgeordneten Lars Herrmann noch 4500 Euro haben.
Nach dessen Parteiaustritt will die AfD Sachsen vom Bundestagsabgeordneten Lars Herrmann noch 4500 Euro haben.  © dpa/Bernd von Jutrczenka

"Mit seinem Austritt kam Lars Herrmann einem Parteiordnungsverfahren zuvor. Er schuldet seinem Kreisverband rund 4500 Euro", verlautbarte Sachsens AfD-Vize Siegbert Droese (50).

Der Bundestagsabgeordnete kritisierte in diesem Zusammenhang auch, dass Herrman im vergangenen Landtagswahlkampf dem CDU-Direktkandidaten Svend-Gunnar Kirmes (70) privat eine Wahlkampfspende in Höhe von 250 Euro überwiesen hatte.

Kirmes setzte sich damals im Wahlkreis Leipzig-Land 3 hauchdünn gegen den zum rechten Höcke-"Flügel" zählenden AfD-Kandidaten Jörg Dornau (49) durch.

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Auf Nachfrage von TAG24 wies Herrmann die Schulden-Behauptung zurück.

"Ich schulde in der AfD niemandem etwas und lasse mich auch auf keine nachträgliche Schlammschlacht ein", erklärte der nunmehr fraktionslose Politiker.

Titelfoto: dpa/Bernd von Jutrczenka

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