Sie kamen durch die Decke: Einbrecher klauen 1000 Pornos!

Bauarbeiter Erik Bornschein (47) zeigt in der darüber liegenden Wohnung das Loch im Fußboden, durch welches die Einbrecher in den Sex-Shop gelangten.
Bauarbeiter Erik Bornschein (47) zeigt in der darüber liegenden Wohnung das Loch im Fußboden, durch welches die Einbrecher in den Sex-Shop gelangten.  © Alexander Bischoff

Leipzig - Da muss die Begierde groß gewesen sein: In Leipzig haben Einbrecher die Decke eines Sex-Shops aufgebrochen, um an 1000 Pornofilme und Sex-Spielsachen heran zu kommen.

Ingo Wallasch (57) betreibt sein Erotik-Geschäft in einem Reko-Haus am Lindenauer Markt. Der Altbau ist eingerüstet, in den Wohnungen überm Ladengeschäft bereiten Handwerker derzeit eine Komplettsanierung vor.

Offenbar ideale Bedingungen für Ganoven mit dem gewissen Kribbeln zwischen den Beinen. In der Nacht drangen die Unholde in das Haus ein und rissen in der Wohnung über Wallasch‘s Laden den Fußboden auf. Durch ein Loch seilten sich die Täter dann in das Porno-Reich ab, direkt neben dem Regal mit den letzten VHS-Kassetten.

Doch alter Krempel interessierte die Diebe nicht. Sie plünderten die DVD-Bestände. Laut Polizei verschwanden 1 000 Porno-Scheiben, dazu noch 100 Sex-Spielzeuge vom Vibrator bis zur Penis-Pumpe.

Was die Filmauswahl angeht, waren die Ganoven durchaus wählerisch: „Es verschwanden nur Teenie- und Lesben-Filme“, erzählt Wallasch. Darunter Bestseller wie „Sweet Sixteen“ und „Girlfriends“. „Das ist nach dem Geschmack vor allem der russischen Kundschaft“, sagt Experte Wallasch, der seit Anfang der 90er Jahre mit derlei Filmchen handelt.

Nun ermittelt die Kriminalpolizei.

Blick durch's Loch: Die Einbrecher seilten sich direkt am Regal mit den alten VHS-Pornokassetten ab.
Blick durch's Loch: Die Einbrecher seilten sich direkt am Regal mit den alten VHS-Pornokassetten ab.  © Alexander Bischoff
Geschäftsinhaber Ingo Wallasch (57) zeigt auf die nur notdürftig reparierte Stelle. Hier kamen die Einbrecher durch die Decke.
Geschäftsinhaber Ingo Wallasch (57) zeigt auf die nur notdürftig reparierte Stelle. Hier kamen die Einbrecher durch die Decke.  © Alexander Bischoff

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