Leipziger Aktivisten verbünden sich im Kampf gegen AfD

Unter anderem unterschrieben Jürgen Kasek, Julian Nagel und Sebastian Krumbiegel den "Weckruf"
Unter anderem unterschrieben Jürgen Kasek, Julian Nagel und Sebastian Krumbiegel den "Weckruf"  © DPA

Leipzig - Nach den Ergebnissen der Bundestagswahl bekommt die AfD in der Messestadt ordentlich Gegenwind.

Die Stimmung heizt sich auf: Nur wenige Tage nach der Wahl schließen sich linke und antirassistische Aktivisten und Politiker in Leipzig zusammen, um ein Zeichen zu setzen. Das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" veröffentlichte am Freitag einen "Weckruf". Darunter setzten stadt- und landesbekannte Größen ihre Unterschrift.

So zum Beispiel der neue Bundestagsabgeordnete im Leipziger Süden, Sören Pellmann von den Linken. Auch Christian Wolff, Pfarrer und Autor, der jahrelang mit der Leipziger Thomaskirche verbunden war, sagt der AfD mit seiner Unterschrift den Kampf an. Er hatte 2014 die Initiative "Willkommen in Leipzig - eine weltoffene Stadt der Vielfalt" begründet. Außerdem mit dabei: Juliane Nagel (Die Linke), Jürgen Kasek (Bündnis 90/Die Grünen), Katharina Schenk, die Stadträtin der SPD, und Sebastian Krumbiegel. Der Sänger der "Prinzen" engagiert sich seit Jahren für das Musikfestival "LEIPZIG. COURAGE ZEIGEN - Junge Musiker gegen Gewalt und Rassismus".

"Das Ergebnis der Bundestagswahl zeigt, dass unsere Befürchtungen leider richtig waren. Alle Demokrat*innen sind jetzt gefordert den Angriff auf unsere offene Gesellschaft und die Grundrechte abzuwehren und Stellung zu beziehen. Die Zeit des Relativierens und Ignorierens ist vorbei", heißt es in der Kampfansage des Bündnisses. Man wolle der "offen nationalistischen und rassistischen AfD, welche hier in Leipzig eng mit Legida verbunden ist, keine Ruhe lassen".

Bereits am Wahlabend hatten sich verschiedene Leipziger Bündnisse zur Demonstration vorm Neuen Rathaus versammelt, um gegen den Einzug der AfD zu protestieren (TAG24 berichtete). Etwa 500 Menschen protestierten vor dem Gebäude, die Tür wurde vorsichtshalber verschlossen.

"Wir werden die Arbeit der AfD kritisch begleiten und immer wieder offensiv deutlich machen, dass Hass keine Alternative für diese Gesellschaft ist", haben sich die Aktivisten auf die Fahne geschrieben.

Bleibt abzuwarten, wie die AfD auf so viel Gegenwehr reagiert.


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