Das gab's noch nie: Polizei setzt 100.000 Euro "Kopfgeld" auf Linksextreme aus

Leipzig - Das gab's noch nie: Nach den linksextremistischen Anschlägen in Leipzig haben die Sicherheitsbehörden auf die Täter ein "Kopfgeld" von 100. 000 Euro ausgesetzt (TAG24 berichtete)!

Anfang Oktober hatten Unbekannte zwei Kräne auf der Großbaustelle an der Prager Straße angezündet.
Anfang Oktober hatten Unbekannte zwei Kräne auf der Großbaustelle an der Prager Straße angezündet.  © DPA

Eigentlich dürfen Polizeibehörden in Sachsen nur maximal 12 .500 Euro Belohnung pro Fall ausloben. Doch Sachsens Innenminister Roland Wöller (49, CDU) machte am Freitag die Krisenfall-Schatulle weit auf und stellte dem Landeskriminalamt die sechsstellige Summe zur Verfügung.

50. 000 Euro "Kopfgeld" gibt es für die Ergreifung der Täter, die am 3. Oktober auf der Baustelle an Leipzigs Prager Straße (CG Immobilien) zwei Baukräne anzündeten. Die anderen 50 .000 Euro bekommt derjenige, der den Ermittlern die Linksextremisten liefert, die am 3. November eine Leipziger Immobilienmanagerin daheim überfielen und verletzten.

"Das ist eine neue Qualität der Gewalt, die den ganzen Rechtsstaat herausfordert - dieser Kampf kann nur aus der Mitte der Gesellschaft heraus geführt werden", begründete Wöller die ungewöhnlich hohen Summen. Zum Vergleich: Nach dem Brandanschlag 2015 auf das Asyl-Containerdorf in Dippoldiswalde wurden nur 10. 000 Euro ausgelobt.

Und auf den Killer der 2004 brutal ermordeten "Katzenjule" Vera Marotz (66) sind bis heute lediglich 5000 Euro "Kopfgeld" ausgesetzt.

Titelfoto: DPA

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