Wohnen in Leipzig: 5 Prozent mehr Miete pro Jahr, doch der Trend flacht ab

Während man in Leipzig rund 6 Euro pro Quadratmeter für die Bestandsmiete ausgibt, muss man für Erstbezugswohnungen gut 1,80 Euro mehr pro Quadratmeter hinlegen.
Während man in Leipzig rund 6 Euro pro Quadratmeter für die Bestandsmiete ausgibt, muss man für Erstbezugswohnungen gut 1,80 Euro mehr pro Quadratmeter hinlegen.  © dapd

Leipzig - Wer in Leipzig wohnen will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. In den letzten drei Jahren ist die Durchschnittsmiete in der Messestadt um 14 Prozent gestiegen. Das sind fast 5 Prozent pro Jahr.

Das ergab der Pisa Immobilienmanagement Marktbericht 2017, der jüngst veröffentlicht wurde. Im Schnitt zahlte man 2017 6,60 Euro pro Quadratmeter für alle Bestands- und Erstbezugswohnungen. Dieser Wert sei im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten noch niedrig, so Timo Pinder, Geschäftsführer von Pisa Immobilienmanagement.

Pinder denkt, dass sich der rasche Anstieg der Wohnungspreise in den nächsten Jahren etwas abschwächen wird. Das soll vor allem daran liegen, dass weniger Menschen nach Leipzig ziehen, als noch in den letzten Jahren. Aber auch die vielen Neubauprojekte tragen vermutlich zu dieser Entwicklung bei.

Im Schnitt geben die Leipziger 22,6 Prozent ihres monatlichen Nettoeinkommens für die Kaltmiete aus. Auch das ist vergleichsweise wenig. In anderen Städten schlägt die Kaltmiete mit über 30 Prozent des Nettoeinkommens zu Buche. Doch Leipzig passt sich diesen Verhältnissen allmählich an.

So sind Preise über 10 Euro pro Quadratmeter in den Stadtteilen Südvorstadt, Schleußig, Plagwitz, Gohlis und Mitte keine Seltenheit mehr, wenn man sich hier für eine neue Wohnung entscheiden. Und die Nachfrage ist riesig! "Unsere Neubau-Vermietungsprojekte in den hochpreisigen Lagen sind regelmäßig innerhalb kurzer Zeit vermietet", so Pinder.

Nachgefragt werden vor allem Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen für Familien und kompakte Single-Appartements zwischen 30 und 50 Quadratmeter. Wichtig ist den Mietern dann vor allem eins: Ein Balkon.

Übrigens: Obwohl die Leerstandsquote 2011 noch bei 12 Prozent lag, ist sie im vergangenen Jahr auf unter 3 Prozent gerutscht. Sicher ein wichtiger Faktor, der Preissteigerungen im teilweise zweistelligen Bereich begründet.


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