"MDR-Riverboat": Schwimmerin Britta Steffen hat Angst im Wasser

Leipzig - Olympiasiegerin und Erfolgsschwimmerin Britta Steffen war in der letzten Riverboat-Show vor der Sommerpause zu Gast. Und was sie da erzählte, machte so manchen Fan wohl ein bisschen stutzig. Denn: Die 35-Jährige hat manchmal Angst im Wasser!

Britta Steffen hatte früher mit hartem Konkurrenzdruck zu kämpfen.
Britta Steffen hatte früher mit hartem Konkurrenzdruck zu kämpfen.  © dpa/ Screenshot MDR

Dabei ist das kühle Nass doch eigentlich ihr Element. Eigentlich stellte Riverboat-Moderator Jörg Kachelmann (60) eine unverfängliche Frage. „Schwimmen Sie denn überall gerne, wenn Sie im Urlaub sind? Wenn Sie ein Wasser sehen, haben Sie den Drang, hinein zu springen?“ Liegt ja auch nahe, bei einer erfolgreichen Schwimmerin, danach zu fragen.

Die Antwort der 35-Jährigen überraschte aber. „Nein, nicht immer. Also ich mag schon klares Wasser und wenn ich in den Bereich von Fischen komme, habe ich ein bisschen Angst“, so Steffen. „Also wenn ich im See schwimme und unter mir ist alles dunkel, das mag ich nicht so gern. Also wenn ich merke, da ist was unter mir, eine Alge oder so, dann schreie ich auch schon mal.“

Es gibt sogar einen Namen für diese Angst: Thalassophobie. Diese Angst beschreibt unter anderem die Ungewissheit vor dem Unbekannten, das unter der Meeresoberfläche beziehungsweise in Seen lebt. Sobald die Sicht zum Meeresgrund nicht mehr frei ist, bekommen manche Menschen Angst.

"Eine Frau vergisst nie!"

Britta Steffen erzählte aber vom harten Erfolgsdruck im Schwimmen und den Konkurrenzkampf zwischen ihr und Franziska van Almsick (41). Auf die Frage von Kachelmann, ob es da immer gerecht zu ging zwischen den beiden Sportlerinnen, gab sie ein ganz klarer Antwort:

„Nein, unter Frauen ist es sowieso immer härter als unter Männern. Mein Trainer sagte immer, er arbeitet lieber mit Männern, die streiten sich, hauen sich und gehen danach ein Bier trinken“, so Steffen. „Eine Frau vergisst nie, wie sehr man sich auch bei ihr entschuldigt. Ich habe mir immer Mühe gegeben, mit meiner ganzen Konkurrenz positiv umzugehen und habe damit auch echt gute Erfahrungen gesammelt. Ein ehrliches, nettes Miteinander ist das bis heute und so geht es eben auch.“

Der Erfolgsdruck war es auch, mit dem sie beispielsweise bei den Olympischen Spielen 2008 extrem zu kämpfen hatte. „Der Erwartungsdruck lastete schwer auf mir und es ist mir super schwer gefallen, damit umzugehen“, so die ehemalige Sportlerin.

„Ich sollte jeden Tag vor den Medien Stellung beziehen: Warum läuft es denn so schlecht? Ich wollte dazu nichts sagen, ich wollte mich auf mein Rennen konzentrieren, jeder soll sich ja auch selbst begründen. Und dann hieß es, die Steffen ist spröde, die gibt kein Interview, dabei wollte ich in dem Moment einfach nur bei mir bleiben und mir so ein bisschen mein positives Gemüt erhalten und mich nicht schlecht stimmen.“

In der Talkrunde ließ Moderator Jörg Kachelmann die Karriere der 35-Jährigen noch einmal Revue passieren.
In der Talkrunde ließ Moderator Jörg Kachelmann die Karriere der 35-Jährigen noch einmal Revue passieren.  © Screenshot MDR

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