Messerattacke im "Belantis": Es waren Schüler!

Einen Tag nach der blutigen Messerattacke im Freizeitpark "Belantis" bei Leipzig steht fest: Es waren Schüler aus der Nähe von Dresden!
Einen Tag nach der blutigen Messerattacke im Freizeitpark "Belantis" bei Leipzig steht fest: Es waren Schüler aus der Nähe von Dresden!  © Frank Schmidt

Leipzig - Nach der blutigen Auseinandersetzung im Freizeitpark "Belantis" (TAG24 berichtete) ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen vier Jungen im Alter von 15 bis 17 Jahren sowie einen 18-jährigen Heranwachsenden. Sie sollen einen Familienvater (46) aus Thüringen angegriffen und niedergestochen haben.

Am heutigen Freitag suchten Polizeitaucher den kleinen Belantis-See nach Beweismitteln ab. Wie TAG24 aus Ermittlerkreisen erfuhr, soll dabei "ein wichtiger Spurenträger" gesichert worden sein.

Informationen zum Fall erteilte die Staatsanwaltschaft heute nur spärlich. Einer kurzen Erklärung der Sprecherin Jana Friedrich zufolge wird gegen einen Jugendlichen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und gegen die anderen vier wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Zu den Hintergründen der blutigen Auseinandersetzung machte die Behörde keine Angaben.

Anders als kurz nach der Bluttat verbreitet, stammt die aus deutschen und afghanischen Schülern bestehende Reisegruppe nicht aus dem thüringischen, sondern dem sächsischen Hermsdorf bei Dresden.

Das Opfer, ein 46-jähriger Familienvater aus Erfurt, liegt noch immer im Krankenhaus. Der Mann konnte heute erstmals von Ermittlern der Mordkommission befragt werden. Wie TAG24 erfuhr, soll das Opfer die Angreifer wiedererkannt haben. Der Thüringer hatte bei der Messerstecherei schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen am Oberarm und in der Bauchregion erlitten.

Bemerkenswert: Der Fall der Messerstecherei im Vergnügungspark ist offenbar so brisant, dass die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Leipzig für die Berichterstattung neue Regeln aufstellte. So erklärte Frau Friedrich, dass die Behörde zum Schutz der Tatverdächtigen weder deren Geschlecht noch Alter nennen werde. Ein bisher einmaliger Vorgang bei der Öffentlichkeitsarbeit von Justizbehörden!


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