Leipziger Plattenbau-Zündler soll lebenslang ins Gefängnis

Leipzig - Für eine bewusst herbeigeführte Explosion in einem Leipziger Mehrfamilienhaus soll der 29-jährige Denis S. nach dem Willen der Staatsanwaltschaft mit einer lebenslangen Haftstrafe büßen.

Denis S. (r.) soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft eine lebenslängliche Haftstrafe verbüßen.
Denis S. (r.) soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft eine lebenslängliche Haftstrafe verbüßen.  © Birthe Kleemann

Der Deutsche habe mit hoher krimineller Energie das Leben seiner Mitbewohner auf Spiel gesetzt, um bei der Hausratversicherung abzukassieren, sagte Staatsanwältin Karin Schultrich am Freitag vor dem Landgericht Leipzig.

"Die Bewohner haben um ihr Leben gekämpft, weil der einzige Fluchtweg über den Flur durch dichten Qualm versperrt war. Es war ein Glück, dass niemand gestorben ist."

Nach Überzeugung der Anklagebehörde hat Denis S. im Oktober 2017 mithilfe von Brandbeschleuniger Feuer in seiner Wohnung im Barclayweg gelegt (TAG24 berichtete). Bei der folgenden Explosion wurden vier Menschen zum Teil schwer verletzt, zehn Autos wurden von herabstürzenden Trümmern beschädigt. Das Mehrfamilienhaus ist unbewohnbar.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hat der Angeklagte heimtückisch, mit gefährlichen Mitteln und zur Ermöglichung einer anderen Straftat agiert und sich deshalb des versuchten Mordes schuldig gemacht.

Das Urteil soll am Montag um 13 Uhr verkündet werden.

Seine Wohnung im Barclayweg im Stadtteil Meusdorf flog im Oktober 2017 in die Luft.
Seine Wohnung im Barclayweg im Stadtteil Meusdorf flog im Oktober 2017 in die Luft.  © DPA

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