Leipziger Mieterschutz: Auch Connewitz soll geprüft werden

Leipzig - Er kommt, der Mieterschutz in Leipzig. Allerdings anders, als zunächst geplant. Denn während Leipzigs Stadträte dem Vorhaben während der Ratsversammlung am Mittwoch weitestgehend zustimmten, gab es dennoch zumindest eine Änderung.

Leipzigs Stadtrat hat sich für ein Vorgehen gegen steigende Mietpreise entschieden.
Leipzigs Stadtrat hat sich für ein Vorgehen gegen steigende Mietpreise entschieden.  © 123rf/claudiodivizia

Denn zusätzlich zu den bisherigen Gebieten um das Waldstraßenviertel sowie Teile vom Zentrum-West, Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf, Anger-Crottendorf, Sellerhausen-Stünz, Reudnitz-Thonberg, Stötteritz, Schleußig, Plagwitz, Kleinzschocher, Alt- und Neu-Lindenau, Leutzsch, Gohlis-Süd und Eutritzsch soll nun auch Connewitz für den Mieterschutz geprüft werden.

Mithilfe von sozialen Erhaltungssatzungen soll in den Vierteln ein durchschnittlicher Wohnkomfort ermittelt und festgelegt. Hausbesitzer dürften dann nur noch Sanierungen oder Modernisierungen durchführen, wenn diese den durchschnittlichen Wohnkomfort des Gebietes nicht überschreiten (TAG24 berichtete).

Wie Dorothee Dubrau, Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Bau, erklärte, könne darüber hinaus unter anderem die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen verhindert werden. "Das Vorhaben schützt jedoch nicht vor Modernisierungen, die im festgelegten Durchschnitt liegen."

Linken-Stadtrat Mathias Weber wertete das Vorhaben als "Meilenstein innerhalb der Leipziger Wohnungspolitik" ein. Die angestammte Bevölkerung sei seiner Meinung nach schützenswürdig. "Es geht jedoch auch um den Schutz kommunaler Investitionen wie Schulen, Kitas und Straßen. Wenn die angestammte Bevölkerung wegzieht, passt dieses Angebot nicht mehr", so Weber.

Erfahrungen mit ähnlichen Milieuschutzsatzungen soll es bereits in anderen Großstädten wie Hamburg, Berlin und Köln geben.

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