Millionen-Entschädigung! Stadt muss für nicht gebautes Asylheim blechen

Notunterkünfte in Leipzig-Mockau: Ein Asylheim in Kleinzschocher wird nicht gebaut, dafür muss die Stadt ordentlich blechen.
Notunterkünfte in Leipzig-Mockau: Ein Asylheim in Kleinzschocher wird nicht gebaut, dafür muss die Stadt ordentlich blechen.  © DPA

Leipzig - Weil eine Asylbewerber-Unterkunft im Stadtteil Kleinzschocher nicht gebaut wird, muss die Stadt Leipzig dem Investor eine Millionen-Entschädigung zahlen.

Die Flüchtlingsunterkunft sollte für 500 Asylbewerber in der Diezmannstraße 12 entstehen. Doch aufgrund der rückläufigen Zahlen an Flüchtlingen, die nach Leipzig kommen, wird die Unterkunft nun nicht mehr benötigt.

"Die Fläche behalten wir aber als Reserve, falls sich die Situation ändert und uns wieder mehr Flüchtlinge zugewiesen werden", sagte Sozialamtsleiterin Martina Kador-Probst der LVZ.

8,27 Millionen hatte der Stadtrat für das Grundstück und den Bau des Heims in Kleinzschocher bereitgestellt. Geplant war, das Asylheim fünf Jahre lang zu betreiben und danach als Büro- oder Gewerbepark weiter zu nutzen.

Nun also der Rückzug der Stadt. Die Firma "C + H Projekt Leipzig GmbH & Co. KG" fordert nun 1,1 Millionen Euro von Leipzig. Um weitere Kosten zu vermeiden, verzichtet die Stadt laut LVZ auf ein Gerichtsverfahren. Dies soll der Stadtrat auf seiner Sitzung am kommenden Mittwoch beschließen.

Das Grundstück in der Diezmannstraße 12 behält die Stadt Leipzig aber weiterhin.


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