Diese Stadt wird Flüchtlingsdrehkreuz für Sachsen

Zukünftige Notunterkünfte für Asylbewerber  im Stadtteil Mockau.
Zukünftige Notunterkünfte für Asylbewerber im Stadtteil Mockau.

Von Juliane Morgenroth

Leipzig - Die zentrale Drehscheibe für die Verteilung von Asylbewerbern in Sachsen kommt nach Leipzig-Mockau. Sie soll noch in der ersten Märzhälfte mit 1360 Plätzen in Betrieb gehen. Zudem entstehen dort neue Notunterkünfte.

Alle für Sachsen bestimmten Flüchtlinge sollen dort auf dem Gelände des alten Flugplatzes erfasst und binnen 48 Stunden in die Erstaufnahmestellen des Freistaates weitergeleitet werden, so die Landesdirektion. Das Verteilzentrum („Mockau I“) soll insbesondere die Flüchtlinge koordinieren, die von der bayerischen Grenze kommen.

Die Asylbewerber werden vorregistriert und von dort aus entweder in eine sächsische Erstaufnahme oder in andere Bundesländer gebracht. Letzteres ist der Fall, wenn Sachsen sein Aufnahmesoll laut Königsteiner Schlüssel bereits erfüllt hat.

„Nationalitäten oder auch der Familienstand finden bei dieser Verteilung Berücksichtigung“, so LDS-Sprecher Holm Felber. Betreiber der Drehscheibe wird das Deutsche Rote Kreuz sein. Bislang wurden die Flüchtlinge direkt in die Erstaufnahmestellen des Landes gebracht.

In Mockau entstehen zudem mindestens 1500 neue Erstaufnahme-Plätze als Notunterkunft in Leichtbauhallen: „Mockau II“ mit 900 Plätzen (1. Quartal 2016), Mockau III mit 600 Plätzen (April) sowie Mockau IV - hier ist die Kapazität noch unklar.

Fotos: dpa/Sebastian Willnow, imago


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