Er zündete sich auf offener Straße an: Leipziger stirbt in Klinik

Im St. Georg-Klinikum erlag der Mann am Dienstagabend seinen Verletzungen.
Im St. Georg-Klinikum erlag der Mann am Dienstagabend seinen Verletzungen.  © DPA

Leipzig - Tragisches Ende einer Wahnsinnstat: Der Mann, der sich am Dienstagnachmittag in Leipzig mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und dann angezündet hat, ist seinen schweren Verletzungen erlegen.

Stundenlang hatten die Ärzte im Brandverletztenzentrum des städtischen Klinikums St. Georg um das Leben von Gunnar S. (43) gekämpft. Doch die Brandwunden auf seinem Körper waren zu groß.

Der Mann, der noch kurz das Bewusstsein erlangt und mit den Medizinern gesprochen hatte, überlebte die Nacht nicht.

Die Tat gibt der Polizei Rätsel auf. Kurz vor 16 Uhr hatte sich der Leipziger zur Eisenbahnunterführung der Wilhelm-Busch-Straße begeben.

Dort stellte er nach Zeugenaussagen seelenruhig eine Tasche ab, nahm einen Behälter mit Flüssigkeit und übergoss sich damit (TAG24 berichtete).

Anschließend entfachte S. Feuer. In Sekundenschnelle stand sein ganzer Körper in Flammen. Passanten, die das Drama mit ansehen mussten, berichteten von lauten Schreien.

Ersthelfern gelang es, noch vor Eintreffen der Feuerwehr die Flammen zu ersticken. Worauf Gunnar S. mit seiner Verzweiflungstat aufmerksam machen wollte, ist unklar.

Bekannt wurde heute nur, dass der Mann psychische Probleme gehabt haben soll.

An der Unterführung in der Wilhelm-Busch-Straße steckte sich der Mann in Brand.
An der Unterführung in der Wilhelm-Busch-Straße steckte sich der Mann in Brand.  © Nico Zeißler

Titelfoto: Nico Zeißler


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