So bereitet sich die linke Szene auf den 18. März in Leipzig vor

Um für einen friedlichen Ablauf der Gegen-Veranstaltungen zu sorgen, organisiert das Bündnis "Leipzig nimmt Platz" einen Informationsabend und praktische Übungen. (Symbolbild)
Um für einen friedlichen Ablauf der Gegen-Veranstaltungen zu sorgen, organisiert das Bündnis "Leipzig nimmt Platz" einen Informationsabend und praktische Übungen. (Symbolbild)  © DPA

Leipzig - In Vorbereitung auf den geplanten Nazi-Aufmarsch am 18. März organisiert das Aktionsforum "Leipzig nimmt Platz" Info-Veranstaltungen für Gegen-Demonstranten. Am Montag und Mittwoch finden Übungen und Trainingsaktionen statt.

Um 18.00 Uhr startet am Mittwoch im Pöge-Haus (Hedwigstraße 20, 04315 Leipzig) der Informationsabend für die Gegen-Demonstranten. Die Aktion soll für einen friedlichen und reibungslosen Ablauf des Protest gegen den Aufmarsch der Partei "Die Rechte" und ihrer Anhänger sorgen.

Inhalt des Vorbereitungstreffens werden laut "Leipzig nimmt Platz" juristische und praktische Hinweise zum ordnungsgemäßen Demonstrationsgeschehen sein. Außerdem sollen gemeinsam Plakate und Transparente angefertigt werden. Auch über die inzwischen neun geplanten Gegen-Veranstaltungen wird ausreichend informiert.

Im Vorfeld dazu findet bereits am Montag ein Aktionstraining im Werk 2 (Kochstraße 132, 04277 Leipzig) statt. Hier lädt das neue Bündnis "Jugend gegen Rechts" alle Interessierten zur Teilnahme an Praxis-Übungen ein. Die Vereinigung will vor allem Schüler/innen, Azubis und Jugendliche in Leipzig für das Thema "Rechte Gewalt" sensibilisieren.

Andreas Loepki, Pressesprecher der Polizei Leipzig, im Statement der Direktion zum geplanten Nazi-Aufmarsch am 18.03.
Andreas Loepki, Pressesprecher der Polizei Leipzig, im Statement der Direktion zum geplanten Nazi-Aufmarsch am 18.03.

Die Leipziger Polizei zeigt sich angespannt. Auf Facebook veröffentlichte die Direktion am Montagmorgen ein Statement zum Geschehen amSamstag: In einem Video macht Pressesprecher Andreas Loepki klar, dass auf beiden Seiten mit Gewaltbereitschaft gerechnet werden müsse. "Wie auch im Vorfeld des 12. Dezembers 2015 kursieren bereits jetzt diverse Gewaltankündigungen, beziehungsweise Aufrufe, die auf Gewalt schließen lassen", so Loepki weiter.

Die Polizei sehe vor allem die Auswahl der Marsch-Route durch das alternative Viertel Connewitz als Provokation der rechten Szene. Dennoch befürchten die Beamten, zum "angreifbarem" Ziel des linksextremistischen Lagers zu werden und weisen nochmals auf das Geschehen im Dezember 2015 hin.

Genau um eine gleichartige Eskalation wie damals zu verhindern, will "Leipzig nimmt Platz" deshalb alle Teilnehmenden für einen solidarischen und friedlichen Protest schulen. Alle Veranstaltungen im Zuge des Protests gegen den Aufmarsch der rechten Szene am 18. März können hier eingesehen werden.


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