"Raubtierkapitalismus!" Dulig stärkt Halberg-Streikenden den Rücken

Leipzig - Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (44) hat sich mit den Streikenden beim Autozulieferer Neue Halberg-Guss (NHG) solidarisiert.

Sprach am Samstag vor den versammelten streikenden Mitarbeitern bei Halberg-Guss in Leipzig: Sachsens Ministerpräsident Martin Dulig (weißes Hemd).
Sprach am Samstag vor den versammelten streikenden Mitarbeitern bei Halberg-Guss in Leipzig: Sachsens Ministerpräsident Martin Dulig (weißes Hemd).

Der SPD-Politiker besuchte am Samstag die im Ausstand befindlichen Mitarbeiter vor dem Werk in Leipzig. "Ihr kämpft für das Richtige! Was hier läuft, ist purer Raubtierkapitalismus", sagte Dulig laut einer über Twitter verbreiteten Mitteilung seines Ministeriums zu den Angestellten.

Man müsse sich dagegen wehren. "Die Solidarität der Staatsregierung ist euch sicher", bekräftigte der Minister.

Bei dem Konflikt geht es um die geplante Schließung des Standorts Leipzig mit 700 Beschäftigten Ende 2019 sowie um den erwogenen Abbau von 300 der 1500 Arbeitsplätze in Saarbrücken (TAG24 berichtete).

Die Gewerkschaft verlangt unter anderem höhere Abfindungen und eine Qualifizierungsgesellschaft. Die NHG gehört seit Januar zum Unternehmen Prevent.

"Das, was wir gerade dort in Leipzig erleben müssen, hat mit sozialer Marktwirtschaft nichts zu tun", schrieb Dulig auf Facebook. Der SPD-Politiker betonte in seiner Rede vor den Streikenden, dass er sich mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) abgestimmt habe und daher für die Staatsregierung spreche. Man wolle als Politik vermitteln, sei aber darauf angewiesen, dass die Konfliktparteien dies auch zulassen.

Sachsens Regierung sei dafür auch mit den Landesregierungen im Saarland und in Niedersachsen in Gesprächen.


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