#Unteilbar-Demo in Dresden: Sachsens CDU bleibt zu Hause

Leipzig/Dresden - Am 24. August wird in Sachsen unter dem Motto #unteilbar demonstriert. Auch SPD, Linke und Grüne beteiligen sich an dem Aufzug in Dresden. Die sächsische CDU allerdings wird nicht dabei sein - unverständlich für das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz".

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44) gab bekannt, dass die CDU Sachsen nicht an der Demonstration teilnehmen werde.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44) gab bekannt, dass die CDU Sachsen nicht an der Demonstration teilnehmen werde.  © DPA

Laut dem Bündnis trage der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) mit der Ablehnung der Veranstaltung zur gesellschaftlichen Spaltung bei.

"Statt mit dabei zu sein und eine Woche vor der Wahl Flagge für die Demokratie zu zeigen, erklärt Herr Kretschmer ganz offiziell, dass er wegen 'der Antifa' und der Seenotrettung nicht dabei sein mag", kritisieren die Mitglieder in einer offiziellen Meldung und beziehen sich dabei auf einen Bericht der Freien Presse.

Kritische Töne kommen von Irena Rudolph-Kokot (SPD) von "Leipzig nimmt Platz". Ihrer Meinung nach habe es die sächsische CDU nicht verstanden, "dass unser Grundgesetz antifaschistisch ist und damit jeder Demokrat und jede Demokratin auch Antifaschist*in sein muss."

Amrei Drechsler, Landtagskandidatin der SPD in Meißen, sieht außerdem ein Paradoxon in der Absage der Partei und der Vertretung christlicher Werte.

"Diese Einstellung zeigt, dass das 'C' bei der Union nur noch schmückendes Beiwerk ist. Die Kirchen in Deutschland haben ihre Unterstützung der Seenotretter sehr klar bekundet, die CDU Sachsen tut das Gegenteil", kritisiert Amrei. Kretschmer betonte, er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Etwa 25.000 Menschen werden zu der Demonstration in Dresden erwartet, die um 13 Uhr am Altmarkt beginnt.

Titelfoto: DPA

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