Nach Rundumschlag von Jung: CDU kontert mit Spitze gegen Leipzig-OB

Der CDU-Innenexperte Christian Hartmann wirft Leipzigs Oberbürgermeister Burkard Jung vor, sich in Sicherheitsfragen wegzuducken.
Der CDU-Innenexperte Christian Hartmann wirft Leipzigs Oberbürgermeister Burkard Jung vor, sich in Sicherheitsfragen wegzuducken.  © DPA

Dresden/Leipzig - Nach dem Rundumschlag von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD, 59), lässt die Kritik an dessen Aussagen nicht lange auf sich warten.

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag, Christian Hartman (43), warf Jung vor, sich in Sicherheitsfragen wegzuducken.

"Der reflexartige Ruf des Leipziger Oberbürgermeisters nach mehr Polizei lenkt nur von eigener Verantwortung ab", sagt Hartmann. Leipzig habe im Vergleich zu Dresden und Chemnitz deutlich mehr Polizisten.

Seiner Ansicht nach, kann die Stadt selbst mehr dafür tun, die Sicherheit zu verbessern. Zum Beispiel sei es den Bürgern nicht vermittelbar, dass der Stadtordnungsdienst von Leipzig nachts, samstags ab 16 Uhr und den ganzen Sonntag nicht erreichbar sei.

Die Sicherheit in der Messestadt war in den Fokus gerückt, nachdem eine Joggerin vergangene Woche am helllichten Tag in einem Leipziger Park brutal überfallen worden war (TAG24 berichtete). Jung hatte daraufhin am Mittwoch schwere Vorwürfe gegen die Staatsregierung in Dresden erhoben. Sie habe seine Forderungen nach mehr Polizisten seit Jahren ignoriert (TAG24 berichtete).

Der Chef der SPD-Fraktion, Dirk Panter (43), forderte, auf gegenseitige Schuldzuweisungen zu verzichten. "Wahlkampfgetöse" helfe nicht. "Alle Verantwortlichen müssen jetzt schnellstens zusammen an einen Tisch", so Panter.

Nach dem Missbrauch einer Joggerin im Leipziger Rosental, erhob Ob Burkhard Jung schwere Vorwürfe gegen Dresdner Staatsregierung.
Nach dem Missbrauch einer Joggerin im Leipziger Rosental, erhob Ob Burkhard Jung schwere Vorwürfe gegen Dresdner Staatsregierung.  © DPA

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