Nächster Leipziger Laden soll dicht machen: Besteht noch Hoffnung für das Peter K.?

Leipzig - Das Peter K. im Leipziger Osten steht vor dem Aus. Bis Ende des Jahres soll der Laden dicht gemacht werden (TAG24 berichtete). Um die Kneipe vielleicht doch noch retten zu können, wird am Freitagabend die Ludwigstraße zur Spielstraße erklärt.

Ende des Jahres soll das Peter K. in der Ludwigstraße seine Pforten schließen.
Ende des Jahres soll das Peter K. in der Ludwigstraße seine Pforten schließen.  © Screenshot/Facebook, Peter K.

DIE LINKE. Leipzig Ost und die BO Wilder Osten laden zu "Spielen statt Spekulation" ein. Ab 17 Uhr wird an der Ecke Ludwigstraße/Herman-Liebmann-Straße eine Kundgebung abgehalten. "Unsere Kundgebung dient dazu, ins Gespräch zu kommen und unseren Protest sichtbar auf die Straße zu tragen", heißt es in dem Aufruf auf Facebook.

Bei dem Protest dreht es sich nicht nur um die drohende Schließung des Peter K. Auch andere Läden mussten bereits die Pforten schließen. So schmiss das 4rooms im Frühjahr letzten Jahres nach 13 Jahren die letzte Party.

Im Januar 2019 zog das "So&So" nach. Weil auf dem Gelände des Freiladebahnhofs Eutritzsch ein neues Wohnviertel entstehen soll, musste der Club dicht machen. Auch ein monatelanger Kampf und der Einsatz verschiedener Leipziger Politiker konnten das Aus des beliebten Tanzschuppens nicht verhindern.

Das Peter K. hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. "Wenn wir keine Kneipe mehr haben, bleibt uns nur noch die Straße!", kündigen die Organisatoren des Protests am Freitagabend an. Zwar würde dies nicht reichen, um sich gegen den Verkauf des Viertels zur Wehr zu setzen, doch es soll ein Anfang sein, "gemeinsam Widerstandspraktiken [zu] entwickeln".

"Wir werden mit mehreren Aktionen zeigen, dass wir hinter den Inhaber_innen und Mitarbeiter_innen des Peter K. stehen uns unser Kiez nicht aufgeben. #PeterBleibt!"

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