Kohle-Gegner planen nächste Aktion gegen Tagebau bei Leipzig

Leipzig/ Pödelwitz - Am Samstag, den 13. April, planen die Mitglieder des Bündnis "Alle Dörfer bleiben" und weitere Umwelt-Aktivisten aus Leipzig eine Protest-Aktion, um für den Erhalt des Dorfes Pödelwitz zu kämpfen.

Dieses Banner brachten Umwelt-Aktivisten im vergangenen Februar an einem Kohlebagger nahe Pödelwitz' an.
Dieses Banner brachten Umwelt-Aktivisten im vergangenen Februar an einem Kohlebagger nahe Pödelwitz' an.  © Facebook/Ende Gelände

Denn das soll zur Erweiterung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain weichen. Nicht so, wenn es nach den Umweltschützern geht. "Gemeinsam machen wir deutlich, dass wir uns der Abbaggerung der Dörfer entgegenstellen und keinen Meter abgeben werden!", heißt es in dem Aufruf des Bündnis'.

In der Vergangenheit setzten sich Kohle-Gegner bereits mit verschiedenen Aktionen für das Dorf ein. So besetzten vier Umweltschützer im Februar einen Kohlebagger in der Nähe von Pödelwitz und brachten ein Banner mit der Aufschrift "Lieber Haft, als Kohlekraft" an (TAG24 berichtete). Sie wurden von der Polizei von dem Bagger geholt. Es folgte eine Anzeige seitens der berechtigen Firma [Mibrag, Anm. d. Red.] wegen Hausfriedensbruch für das Quartett.

Auch das "Klimacamp Leipziger Land" in Pödelwitz im letzten Sommer war ein Teil des Protests gegen die Abtragung des Dörfchens. Unter anderem veranstalteten Aktivisten im Rahmen des Camps Anfang August eine Sitzblockade vor dem Kraftwerk Lippendorf sowie eine Fahrrad-Demo. Mehrere der Umwelt-Aktivisten ketteten sich sogar an Förderbänder von Baggern.

Die geplante Aktion am Samstag soll ohne solche Maßnahmen auskommen. Mit Stoffen, Farben und Fäden soll ein "bunte[r] Wald von Widerstandsversprechen gegen die Abbaggerungen" gebaut werden. Am Abend wollen die Aktivisten außerdem ein Widerstands-X aus Kerzen anzünden.

Gleichzeitig lädt ein buntes Programm rund um Vorträge, Musik, Kaffee und Kuchen und abendlichem Grillen ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und friedlich zu demonstrieren. Auch Anwohner weiterer betroffener Dörfer in der Lausitz, Nordrhein-Westfalen, dem Leipziger Umland und dem Süden Deutschlands werden für Redebeiträge vor Ort sein.

Vor dem Kraftwerk Lippendorf versperrten die Aktivisten im August 2018 mit einer Sitzblockade die Zufahrt.
Vor dem Kraftwerk Lippendorf versperrten die Aktivisten im August 2018 mit einer Sitzblockade die Zufahrt.  © DPA

Titelfoto: Facebook/Ende Gelände

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