Umweltaktivisten besetzen Kohlebagger bei Leipzig

Pödelwitz - Umweltaktivisten haben am Montagmorgen mehrere Braunkohlebagger in Pödelwitz bei Leipzig besetzt.

Insgesamt rund 20 Aktivisten besetzen am Montagmorgen Kohlebagger südlich von Leipzig.
Insgesamt rund 20 Aktivisten besetzen am Montagmorgen Kohlebagger südlich von Leipzig.  © Screenshot/twitter

Im Tagebau Vereinigtes Schleenhain rührt sich am Montag nichts. "Heimlich, still und leise" haben sich die Kohlegegner um 5.30 Uhr auf das Areal südlich von Leipzig begeben und mit etwa 20 Personen mehrere Bagger besetzt. "Die Bagger stehen still", postete "BaggerStoppLeLa".

"Wir lassen uns die Zukunft nicht zerstören" und "Kohleausstieg erst 2038? Das ist kein Konsens" lauten die Parolen auf twitter. Auch der Linken-Landtagsabgeordnete Marco Böhme vermeldete die Aktion.

Auch im brandenburgischen Jänschwalde läuft aktuell eine ähnliche Aktion.

Die Einwohner des Groitzscher Ortsteils Pödelwitz wurden mit den Abbauplänen der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) konfrontiert. 90 Prozent der Pödelwitzer sprachen sich für einen Umzug aus.

Die von der deutschen Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission plant einen Kohleausstieg erst im Jahr 2038. Das ist den Abbaugegnern zu spät.

Die Kohlegegner waren "heimlich, still und leise" auf die Bagger geklettert.
Die Kohlegegner waren "heimlich, still und leise" auf die Bagger geklettert.  © Screenshot/twitter

UPDATE, 11.55 Uhr: Die Polizei räumt den Kohlebagger in Pödelwitz.

Update, 15.15 Uhr: Die Besetzung eines Baggers im Tagebau Vereinigtes Schleenhain südlich von Leipzig ist beendet. Die Polizei nahm 17 Kohlegegner vorübergehend in Gewahrsam, wie ein Sprecher sagte. Es würden deren Personalien festgestellt. Der Tagebau-Betreiber Mibrag habe Anzeige wegen Störung des Betriebes erstattet.

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