Linke und CDU gehen wegen Karl Marx aufeinander los

Ein Gedenken an Karl Marx spaltet die beiden Fraktion. (Symbolbild)
Ein Gedenken an Karl Marx spaltet die beiden Fraktion. (Symbolbild)  © DPA

Leipzig - Streiterei im Stadtrat: Nachdem die CDU Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke verbal attackierte, schießt nun die Fraktion der Linken zurück.

Und das alles wegen Karl Marx... Im Oktober hatte die Stadt dem Wunsch der Linken, eine über Spendengelder finanzierte Gedenktafel zu Erinnerung an Marx' Hauptwerk "Das Kapital", grünes Licht gegeben. Der Fraktion der CDU stieß dieser Wunsch allerdings bitter auf (TAG24 berichtete). So bitter, dass sie zum Verbalschlag gegen Linke-Politikerin Jennicke ausholten.

Das will deren Partei nicht auf sich sitzen lassen. Die CDU "attackiert [...] DIE LINKE bei jeder unpassenden Gelegenheit mit unqualifizierten Anfeindungen auf die Biografien ihrer Mitglieder", hieß es in einer Stellungnahme. Die Christdemokraten versuchten verzweifelt, die Sicht auf die Leipziger Geschichte ausschließlich in ihrem "konservativen und antikommunistischen Sinne zu dominieren."

Vor allem die schwarz-weiße Sicht der CDU auf die Geschichte geht den Roten gehörig auf die Nerven. "Insbesondere tun sich dabei jene hervor, die aus Jugend- oder Herkunftsgründen kaum persönliche Erfahrungen mit dem Herbst 1989 oder gar der DDR gemacht haben; gerade diese spielen sich jedoch mit künstlichem Pathos als Mahner und Anwalt der Entrechteten sowie noch lieber als Ankläger auf", ärgert sich die Fraktion.

Bleibt die Frage, ob die Leipziger CDU EInsicht zeigt oder zum Gegenschlag ausholt...

Titelfoto: DPA


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