SPD erinnert sich an ihre Wähler und geht in Problemvierteln Klinken putzen

Leipzig - Ist die SPD in Leipzig abgesägt? Bundestagsabgeordnete der Leipziger Sozialdemokraten, Daniela Kolbe (38), geht in Leipzigern Problemvierteln von Tür zu Tür.

Die 38-Jährige sucht die Nähe zu den Bürgern in Leipzigs Problemvierteln.
Die 38-Jährige sucht die Nähe zu den Bürgern in Leipzigs Problemvierteln.  © DPA

Im Osten der Stadt demonstriert die Generalsekretärin der sächsischen SPD Bürgernähe. In der Mariannenstraße, die parallel zu Leipzigs berühmt-berüchtigter Eisenbahnstraße verläuft, klingelte die 38-Jährige mit weiteren Parteimitgliedern an Wohnungstüren, um mit den Bürgern über Probleme im Viertel und deren Zukunftswünsche zu sprechen. Davon berichtete die Süddeutsche Zeitung.

"Ganz bewusst gehen wir in Leipzig auch in wahlkampffreien Zeiten von Tür zu Tür", so Kolbe. "Kümmerer" nennen sich diese Teams, die den Leipziger ein offenes Ohr schenken wollen.

Die Antworten der Bewohner gleichen sich: Steigende Mieten, Hartz4, Drogen. Mit diesen Problemen schlägt sich auch der Leipziger Osten herum, auch wenn hier die Quadratmeterpreise noch vergleichsweise günstig sind.

Das Viertel um die Eisenbahnstraße gilt in Deutschland als große Problemzone. Immer wieder kommt es hier zu Fällen von Gewalt. Erst vor wenigen Wochen wurde ein 23-jähriger Mann am Rabet angeschossen (TAG24 berichtete). Auch wegen illegaler Drogengeschäfte landet die Straße immer wieder in den Schlagzeilen.

Trotz oder genau wegen dieser harten Themen ist das "Klinken putzen" für Daniela Kolbe alles andere als eine Pflichtaufgabe. Auf Facebook spricht die Leipziger Politikerin davon, "wieviel Spaß das macht".


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