Autonome bekennen sich zu Anschlägen auf Deutsche Bahn

Leipzig - Autonome bekannten sich in einem Schreiben zu den Anschlägen auf Bahnanlagen und -autos im Januar in Leipzig.

Am 15. Januar räumte die Polizei das "Black Triangle".
Am 15. Januar räumte die Polizei das "Black Triangle".  © privat

Schnell hatte die Polizei vermutet, dass die Geschehnisse der letzten Wochen mit der Räumung des "Black Triangle" (TAG24 berichtete) zusammenhin. Auf der Online-Plattform indymedia hieß es am Freitag dazu: "Es freut uns, wenn direkte Aktionen nicht weiter erklärt werden müssen."

"Unsere Wut über die besagte Räumung war einer der Gründe, die Deutsche Bahn anzugreifen und in geöffneten Kabelschächten Feuer zu legen", schreiben die Täter weiter. Am 15. Januar hatten etwa 150 Polizisten das Gelände des "Black Triangle" durchsucht, jedoch niemanden angetroffen. Das Areal, das der Deutschen Bahn gehört, wurde seit zwei Jahren als eine Art soziokulturelles Zentrum benutzt und illegal besetzt.

Erst in der Nacht zum vergangenen Sonntag waren erneut Brandanschläge auf einer Baustelle der Deutschen Bahn verübt worden (TAG24 berichtete). Zu diesem Vorfall liegt aktuell noch kein Bekennerschreiben vor. Man wolle in Zukunft bei Aktionen gegen die DB sehr vorsichtig sein, heißt es auf indymedia.

Dennoch wollen sich die Autonomen nicht zurückziehen: "Dieser versuchten Einschüchterung werden wir weiterhin mit unserer Wut, unserer Entschlossenheit und unserer guten Planung begegnen."

Mehrere Fahrzeuge der Deutschen Bahn waren in Flammen aufgegangen.
Mehrere Fahrzeuge der Deutschen Bahn waren in Flammen aufgegangen.  © Einsatzfahrten Leipzig

Titelfoto: Einsatzfahrten Leipzig

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