Polizei räumt Linken-Treff "Black Triangle": Jetzt spricht der Eigentümer

Leipzig - Am Dienstagmorgen räumte die Polizei das Bahngelände "Black Triangle". Seit 2016 betrieben Linksautonome das Areal als eine Art soziokulturelles Zentrum. Nun äußerten sich die Eigentümer zu dem Fall.

Die Polizei traf bei ihrem Einsatz am Dienstagmorgen keine Personen an.
Die Polizei traf bei ihrem Einsatz am Dienstagmorgen keine Personen an.  © Alexander Bischoff

Bereits um kurz nach sechs Uhr waren die Beamten am Dienstag auf dem Gelände in der Arno-Nitzsche-Straße in Connewitz angerollt (TAG24 berichtete). Die Polizei war wegen Verdachts des Hausfriedensbruchs im Einsatz. Allerdings wurden in den frühen Morgenstunden keine Personen vorgefunden.

Bei der Leipziger Linken sorgte der Einsatz für Aufruhr. So äußerten sich die Stadträte Adam Bednarsky und Juliane Nagel, nur wenige Stunden nach dem Vorfall: "[D]ie heutige Polizeiaktion [muss] als (fehlgeschlagener) Versuch einer Eskalation und Provokation gewertet werden. [...] Wir setzen uns als Leipziger LINKE ein, Freiräume für nicht-profitorientierte Nutzungsmöglichkeiten in der Stadt zu schaffen. Das gilt auch für das nun faktisch geräumte Black Triangle."

Wie geht es nun weiter auf dem Gelände? Vonseiten der Deutschen Bahn hieß es auf Nachfrage von TAG24: "Wir müssen zuerst eine Bestandsaufnahme machen und die Gebäude so absichern, dass niemand gefährdet wird." Der Sprecher betonte, dass die Bahn als Grundstückseigentümer "mit allen" über die künftige Nutzung des Areals sprechen wolle.

Bis auf Weiteres ist das Betreten des Geländes für Unbefugte verboten. Wer allerdings noch persönliche Gegenstände auf dem Grundstück habe, könne sich diese nach Anmeldung dort abholen.

Gegen 6 Uhr morgens rollten die Beamten an.
Gegen 6 Uhr morgens rollten die Beamten an.  © Alexander Bischoff

Titelfoto: Alexander Bischoff

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