Innenminister-Konferenz: Polizeichef hat keine Angst vor Gewalt

Polizeipräsident Bernd Merbitz (61) sieht der Innenministerkonferenz gelassen entgegen.
Polizeipräsident Bernd Merbitz (61) sieht der Innenministerkonferenz gelassen entgegen.  © DPA

Leipzig - Nachdem von Gegnern der Innenministerkonferenz der Vorwurf laut wurde, dass die Protestler teilweise grundlos als "extremistisch" abgestempelt abgestempelt würden, meldet sich Polizeipräsident Bernd Merbitz (61) zu Wort.

Es sind nur noch wenige Tage, bis sich Deutschlands Innenminister in Leipzig treffen: Von Donnerstag bis Freitag soll die Konferenz in der Kongresshalle am Zoo abgehalten werden. Bereits im Vorfeld kündigten Gegner der Veranstaltung Proteste an (TAG24 berichtete). Schnell wurden Vorwürfe der linken Gewalt laut. Das wollten sich die Demonstranten nicht gefallen lassen (TAG24 berichtete).

Polizeipräsident Merbitz sieht darin vor allem ein Problem in der Intepretation von außen. Vorfälle wie die vorsätzliche Inbrandsetzung eines BOS-Funkturms vor etwa einem Monat schürten solche Vorurteile. Für den Polizeichef aber ist eine extreme Meinung nicht mit Gewalt gleichzusetzen. "Ja, wir haben eine linke Szene in Leipzig, aber das bedeutet nicht automatisch eine gewaltbereite linke Szene", so Merbitz. "Bringt eure Meinung zum Ausdruck, das gehört dazu!"

Bis jetzt sieht er der Konferenz der Innenminister gelassen entgegen: "Ich gehe davon aus, dass alles friedlich verläuft." Trotzdem erarbeiteten der Polizeistab ein spezielles Sicherheitskonzept. Das allerdings ist noch "top secret".

Merbitz sieht das Ganze pragmatisch: "Die Vorbereitung sagt noch nichts darüber, was an dem Tag passiert."

Titelfoto: DPA


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