Nach bundesweiter Razzia: Bundespolizei durchsucht Wohnung in Leipzig

Leipzig - Mehrere Monate nach einer bundesweiten Razzia gegen Schleuser und Zwangsprostitution haben Polizeibeamte eine Wohnung in Leipzig durchsucht.

Gegen 13.30 Uhr beendeten die Beamten den Einsatz in der Leipziger Südvorstadt.
Gegen 13.30 Uhr beendeten die Beamten den Einsatz in der Leipziger Südvorstadt.  © Eric Mittmann

Es sei "einiges an relevantem Material festgestellt" worden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Dienstag. Dazu gehörten Papiere, Verträge und weitere Dokumente.

Nach Angaben der Polizei hatten 15 Beamte am Dienstagmorgen den Einsatz in der Südvorstadt begonnen, der gegen 13.30 Uhr beendet wurde. Es geht um mutmaßliche Ausbeute von Arbeitskräften in der Artisten- und Zirkusszene. Zunächst hatte die "Leipziger Volkszeitung" berichtet.

Im Juli waren Beamte mit einer Razzia bereits gegen Organisierte Kriminalität in der Szene vorgegangen mit dem Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen. Einsätze gab es der Sprecherin zufolge aber auch in Ludwigshafen oder Berlin.

Künstler, Artisten und Tänzerinnen seien unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und dann ausgebeutet worden.

Die Hauptbeschuldigten - ein 51-Jähriger aus Simbabwe und eine 62-jährige Deutsche russischer Herkunft - wurden festgenommen. Insgesamt waren die Ermittler bei den Razzien von 17 Beschuldigten ausgegangen, zwölf Männer und fünf Frauen im Alter von 25 bis 66 Jahren.

Die Ermittlungen hätten nun nach Leipzig geführt. Ob einem der Beschuldigten die durchsuchte Wohnung gehörte, war zunächst nicht klar.

Titelfoto: Eric Mittmann

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