Schweinefleisch-Debatte in Leipziger Kita: So reagiert Sachsens Polizei auf Vorwürfe

Leipzig - Das Verbot von Schweinefleisch in zwei Leipziger Kitas beschäftigt seit Tagen etliche Bürger und auch die Polizei.

Seit den Drohungen gegen die Leipziger Kitas ermittelt die Polizei.
Seit den Drohungen gegen die Leipziger Kitas ermittelt die Polizei.  © dpa/ Sebastian Willnow/ Ralph Koehler/propicture/

Erst vor zwei Tagen hatte sich Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (61, SPD) aus dem Urlaub zu dem Vorfall geäußert und Teile von Drohungen veröffentlicht, die seit mehreren Tagen bei den Kitas eingingen (TAG24 berichtete).

Darin hieß es unter anderem, man wolle die Mitarbeiter "krankenhausreif schlagen" und "töten, mit einem Messerstich ins Herz". Die Debatte um den Ernährungsplan der Kids ist nun ein Fall für die Polizei.

Die setzt sich auch in den Sozialen Medien mit dem Fall auseinander. Zu einem Kommentar eines Users, der durch das Verbot von Schweinefleisch die deutsche Kultur bedroht sieht, äußerten sich die Beamten auf Twitter: "Schweinefleisch gehört zur deutschen Kultur?"

Andere Nutzer pflichten der Polizei bei. Dank des Austauschs und Wanderbewegungen sei die Küche schließlich international, schreibt ein User. Auf die Frage, wer noch auf Pizza, Döner oder asiatisches Essen verzichten möchte, haben auch die Gesetzeshüter eine klare Antwort: "Wir nicht! Falafel nicht zu vergessen :P".

Auch unter den Parteien sorgte der Fall für Zoff. AdP-Chef André Poggenburg (44) ging sogar soweit, gegen das Schweinefleisch-Verbot, das die Leiter nur wenige Stunden nach Bekanntwerden vorerst zurücknahmen, zu demonstrieren. Die geplante Kundgebung wurde jedoch wieder abgesagt.

Titelfoto: dpa/ Sebastian Willnow/ Ralph Koehler/propicture/

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