Was bringt die Waffenverbotszone rund um die Leipziger Eisenbahnstraße?

Leipzig - Von November 2018 bis Anfang August hat die Polizei in der Leipziger Waffenverbotszone insgesamt 186 Kontrollen durchgeführt.

Seit November 2018 sind Waffen und scharfkantige Gegenstände in der Zone rund um die Eisenbahnstraße verboten. (Bildmontage)
Seit November 2018 sind Waffen und scharfkantige Gegenstände in der Zone rund um die Eisenbahnstraße verboten. (Bildmontage)  © dpa, Sebastian Willnow

Dabei wurden 134 Gegenstände sichergestellt oder beschlagnahmt, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. 97 Messer, drei Elektroschocker, Softairwaffen sowie Tierabwehrsprays wurden gefunden. Außerdem stellten die Beamten im März eine scharfe Pistole mit Magazin und Patronen sicher. In 49 Fällen wurden Strafanzeigen gestellt, 93 Ordnungswidrigkeiten wurden angezeigt.

Insgesamt wurden nach Polizeiangaben seit November bis 1. August etwa 2200 Personen in der Waffenverbotszone kontrolliert sowie 550 Fahrzeuge.

Immer wieder wird die Wirkung der Zone infrage gestellt. Nach Einschätzung des sächsischen Innenministeriums ist die Waffenverbotszone trotz der überschaubaren Zahl von sichergestellten Waffen erfolgreich. Es gehe darum, die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Bereich der Eisenbahnstraße zu stärken, teilte das Ministerium mit.

Anfang November 2018 war die etwa 70 Fußballfelder umfassende Zone rund um die Leipziger Eisenbahnstraße eingerichtet worden (TAG24 berichtete). Messer, Hammer, Äxte, Schlagstöcke, Reizgas oder Schreckschusspistolen dürfen seitdem nicht mehr getragen werden. Die Polizei darf verdachtsunabhängig kontrollieren. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 10.000 Euro.

Es ist die erste Waffenverbotszone in Sachsen. Nach Angabe des Innenministeriums sind bislang keine weiteren Waffenverbotszonen im Freistaat geplant.

Titelfoto: dpa/Sebastian Willnow, imago

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