Zoff zwischen zwei Gruppen eskaliert: Männer mit Messer niedergestochen

Die Polizei konnte die Gruppen schließlich trennen. Noch ist unklar, was der Auslöser für die massive Gewalt war. (Symbolbild)
Die Polizei konnte die Gruppen schließlich trennen. Noch ist unklar, was der Auslöser für die massive Gewalt war. (Symbolbild)  © DPA

Wurzen - Die Polizei musste am Freitagabend zum Großeinsatz ausrücken: In der Dresdner Straße gingen zwei Gruppen plötzlich mit Messern und Knüppeln aufeinander los. Mehrere Personen wurden verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, war zunächst eine verbale Auseinandersetzung vorausgegangen: Im Bereich der Parkanlage am Bahnhof sollen sich gegen 22.40 Uhr zwei Gruppen junger Deutscher und Ausländer gestritten haben. Als letztere sich wieder in ihre Unterkunft zurückziehen wollten, wurden sie von mehreren Personen der deutschen Gruppe verfolgt.

Die Unbekannten schlugen gegen die Haustür und beschädigten eine Scheibe. Kurze Zeit später kam es zum Aufeinandertreffen beider Gruppe, wobei etwa 30 deutsche- und 12 ausländische Personen beteiligt waren. Die Bewohner der Unterkunft hatten sich inzwischen mit Messern und Knüppeln "bewaffnet". Zwei Anhänger der deutschen Gruppe erlitten Messerstiche, ein Dritter wurde durch einen Elektroschocker verletzt.

Nach dem Angriff stürmten mehrere Deutsche das Wohnhaus der Ausländer. Dort kam es zu weiteren körperlichen Attacken. Die Polizei konnte schließlich dazwischen gehen. Noch ist nicht bekannt, was der Auslöser für die Massengewalt war. Auch, ob die Auseinandersetzung aus rassistischen Motiven entstand, ist unklar.

Die Polizei Leipzig weist ausdrücklich darauf hin, dass auf die Begriffe "Deutsche" und "Ausländer" aufgrund der Unübersichtlichkeit des Geschehens zur Vereinfachung zurückgegriffen wird. Die Ermittlungen wurden dem Dezernat Staatsschutz übertragen.

Titelfoto: DPA


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