Silvester in Leipzig: Sicherheits-Vorkehrungen, Sonderfahrplan und hohe Strafen

Leipzig - Verstärkte Polizeipräsenz und gezielte Aktionen der Verkehrsbetriebe sollen in der Silvesternacht in Sachsen Vandalismus und Auseinandersetzungen verhindern.

Betonsperren sollen zum Jahreswechsel die Feiernden auf dem Augustusplatz schützen.
Betonsperren sollen zum Jahreswechsel die Feiernden auf dem Augustusplatz schützen.  © DPA

In Leipzig will die Polizei auf dem Augustusplatz im Zentrum Präsenz zeigen. Zugangssperren werden aufgebaut.

Am Connewitzer Kreuz, wo es im vergangenen Jahr zu Ausschreitungen kam, bereitet die Stadt Sperrungen an den Zufahrtsstraßen vor. Auf ein Versammlungsverbot verzichtet sie jedoch.

In dem linksalternativ geprägten Szeneviertel hatten sich beim vergangenen Jahreswechsel trotz eines solchen Verbotes etwa 1000 Menschen eingefunden und die Beamten mit Böllern und Steinen beworfen (TAG24 berichtete). Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und nahm fünf Männer in Gewahrsam.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben angekündigt, das Connewitzer Kreuz "aufgrund zu erwartender Ereignisse" in der Silvesternacht nicht anzufahren. Die Fahrausweisautomaten an den Haltestellen sollen über den Jahreswechsel außer Betrieb genommen werden.

Zwischen circa 23.45 Uhr und 0.30 Uhr gibt es eine netzweite Betriebspause. Ab 0.45 Uhr fahren ab dem Hauptbahnhof alle 15 Minuten Bahnen und Busse. Im Süden verkehrt die Buslinie 60 im 30-Minuten-Takt. Zu dem Sonderfahrplan der LVB geht es hier.

Im Umfeld von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen ist das Abbrennen von Feuerwerk verboten. Wer die Böller und Raketen außerhalb seines Grundstückes abbrennt, ist verpflichtet, die Restabfälle zu entsorgen. Wer das sogenannte "Verursacherprinzip" ignoriert, muss bis zu 100.000 Euro Strafe zahlen.

An Silvester kam es am Connewitzer Kreuz häufiger zu Ausschreitungen. Deshalb werden die Trams die Haltestelle nicht anfahren.
An Silvester kam es am Connewitzer Kreuz häufiger zu Ausschreitungen. Deshalb werden die Trams die Haltestelle nicht anfahren.  © DPA

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0