Aufschrei nach illegaler Straßenblockade: Wird Reudnitz das neue Connewitz?

Der gefrustete Party-Pulk blockierte Autos und sogar Straßenbahnen.
Der gefrustete Party-Pulk blockierte Autos und sogar Straßenbahnen.

Leipzig - Nachdem es am Wochenende am Rande einer illegalen Party zu Aufruhr zwischen der Polizei und Anhänger der linksextremen Szene kam, fordert SPD-Stadträtin Nicole Wohlfarth (29) harte Maßnahmen.

Wird Reudnitz zum zweiten Connewitz? Das zumindest befürchtet Wohlfahrt nach den jüngsten Ereignissen. "Im Inneren Osten Leipzigs dürfen keine Zustände wie in Connewitz entstehen", so die Stadträtin. Damit gemeint ist die Entwicklung einer autonomen Szene, wie sie in Teilen des Leipziger Südens vertreten ist.

Seit längerem schon habe es Probleme im Osten gegeben: "Die Entwicklungen an der Dresdner Straße Ecke Wurzner Straße sind schon seit Langem sichtbar. Dass sich das staatsverachtende Gedankengut der linksextremen Szene nun dort auch in gezielten Aktionen zeigt, war nur eine Frage der Zeit."

In der Nacht von Samstag zu Sonntag hatten hunderte Feiernde die Straße blockiert, nachdem die Polizei eine illegale Party gesprengt hatte (TAG24 berichtete). Eindeutige Provokation, wie Nicole Wohlfarth denkt. "Wer jede Regelung zur öffentlichen Ordnung und Sicherheit als Repression begreift, legt die Axt an die Wurzeln unserer Demokratie. Die Geschehnisse sind nicht nur für Anwohner, betroffene Fahrgäste der LVB und die Polizisten ärgerlich, sie sind ein offener Angriff auf unseren Rechtsstaat", ärgert sich die Politikerin.

Laut Polizei waren von mehreren Personen die Identitäten festgestellt worden. Den Pulk lösten die Einsatzkräfte mit klaren Ansagen auf. Gegen 2.30 Uhr waren die Straßen wieder frei.


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