Werkserweiterung für Elektro-SUV: Porsche investiert 600 Millionen Euro in Leipzig

Leipzig - Porsche wächst in Sachsen weiter! Für die nunmehr fünfte Erweiterung des 2002 eröffneten Leipziger Autowerks wurde gestern der Grundstein gelegt. In dem neuen Fabrikteil soll in etwa drei Jahren die zweite Macan-Generation als Elektro-SUV vom Band laufen.

Legten den Grundstein für die Porsche-Werkserweiterung (v.l.n.r.): Betriebsrats-Chef Knut Lofski, Produktionsvorstand Albrecht Reimold, Werksleiter Gerd Rupp, Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), und OB Burkhard Jung (SPD).
Legten den Grundstein für die Porsche-Werkserweiterung (v.l.n.r.): Betriebsrats-Chef Knut Lofski, Produktionsvorstand Albrecht Reimold, Werksleiter Gerd Rupp, Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), und OB Burkhard Jung (SPD).  © DPA/ Jan Woitas

Schon heute hat Porsche Leipzig das Stammwerk der Sportwagenschmiede in Stuttgart-Zuffenhausen überflügelt. Leipzig sei der größte Produktionsstandort des Konzerns, gab Porsche-Produktionsvorstand Albrecht Reimold (57) gestern bekannt. Rund 61 Prozent der Fahrzeuge des Konzerns sind "made in Sachsen".

Damit die laut Reimold "lupenreine Erfolgsgeschichte" weitergeht, investiert die VW-Tochter noch einmal über 600 Millionen Euro in die Erweiterung und schlägt so an ihrem sächsischen Standort das Kapitel Elektromobilität auf. Denn die zweite Generation des Kompakt-SUV wird ein Stromer mit 800-Volt-Technologie.

Gestern wurde der Grundstein für den Karosseriebau gelegt, der auf 75. 500 Quadratmetern im Nordwesten des Werksareals entsteht und bis 2021 in Betrieb gehen soll. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) bezeichnete das Vorhaben als "Investition in Klima- und Umweltschutz", plädierte aber für "technologische Offenheit". "Verbrennungsmotoren werden auch weiterhin eine große Rolle spielen", meinte Kretschmer.

Auch Porsche sieht das so. Denn neben der Investition in Elektromobilität engagiert sich das Unternehmen laut Reimold auch in der Entwicklung synthetischer Kraftstoffe. Der E-Macan wird zudem in die bestehende Fertigungslinie integriert. Soll heißen: Porsche fährt in Zukunft zweigleisig - neben dem Elektro-Macan wird der SUV auch weiterhin mit Verbrennungsmotor gebaut.

Am Ende entscheidet die Nachfrage, welche Antriebsart sich durchsetzen wird.

Blick auf das Baufeld für den künftigen Karosseriebau des Elektro-Macan.
Blick auf das Baufeld für den künftigen Karosseriebau des Elektro-Macan.  © DPA/ Jan Woitas

Titelfoto: DPA/ Jan Woitas

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