Probleme mit Flüchtlingen: Das plant Leipzigs OB Jung gegen die Kriminalität

Leipzigs OB Burkhard Jung hat Pläne, wie er die Kriminalität besonders von jungen Männern aus Nordafrika verringern kann.
Leipzigs OB Burkhard Jung hat Pläne, wie er die Kriminalität besonders von jungen Männern aus Nordafrika verringern kann.  © DPA

Leipzig - Oberbürgermeister Burkhard Jung (59, SPD) will die Sicherheit in Leipzig erhöhen. Aufgrund der "Probleme" mit Flüchtlingen soll der Ordnungsdienst aufgestockt werden.

Nicht zuletzt wegen der gewaltsamen Sex-Attacke auf eine Joggerin im Rosental vor knapp zwei Wochen (TAG24 berichtete) macht sich Leipzigs Stadtoberhaupt Gedanken über eine Verbesserung der Sicherheitslage in der Messestadt. Der Stadtordnungsdienst soll zum Beispiel aufgestockt werden.

"Er kann zum Beispiel Streife laufen und durch Präsenz das Sicherheitsgefühl verstärken", sagte Jung der LVZ. Es müsse überlegt werden, ob weitere 20 Sicherheitskräfte zu den bis zum 1. Januar 2018 im Einsatz befindlichen 20 dazukommen. Ebenso sei ein Einsatz von Hunden denkbar. Allerdings werde es keine bewaffnete Ortspolizei geben, sagte der 59-Jährige. Deshalb fordert der OB erneut von Sachsens Innenminister Markus Ulbig (53, CDU), mehr Polizei nach Leipzig zu schicken.

"Wir haben heute deutlich weniger Polizei als vor zehn Jahren, trotz 90.000 Einwohner mehr", beklagte Jung. Er forderte, Einsatzkräfte anderswo abzuziehen um sie dort einzusetzen, wo die Kriminalität am höchsten ist.

Einen Grund für die gestiegene Kriminalität macht der OB an den Flüchtlingen fest. Obwohl sich die meisten "überproportional angemessen und regelkonform" verhalten würden, habe die Stadt besonders mit jungen Männern aus Nordafrika ein Problem.

Problem hierbei: die Schulpflicht. "Ab 18 gibt es keine Schulpflicht mehr", sagte Jung, "diese jungen Menschen sind von morgens bis abends ohne Betreuung." Zwar habe die Stadt Beschäftigungsmaßnahmen angeboten. "Das erschien einigen wohl zu anstrengend", monierte er.

"Und dann passiert das, was passiert, wenn junge, gelangweilte Männer auf einem Haufen zusammensitzen. Die bauen nicht nur Mist, die gehen über Grenzen, es geht um Drogen, um körperliche Übergriffe", beschrieb Burkhard Jung die Situation. Er forderte eine generelle Schulpflicht bis 25, nicht nur für Flüchtlinge, sondern für alle, die keine Ausbildung oder kein Zeugnis haben.


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