Eigentlich ging es um Steuervergehen: Polizei findet Drogenlager auf der Eisenbahnstraße

Leipzig - Eigentlich ging es um Schwarzarbeit. Als am Dienstag jedoch Zoll und LKA zu einer großen Razzia auf der Leipziger Eisenbahnstraße ausrückten (TAG24 berichtete), entdeckten sie darüber hinaus auch einen Drogenumschlagplatz. Zwei Männer wurden festgenommen.

Bei einer Razzia von LKA und Zoll wegen Steuervergehen entdeckten die Ermittler am Dienstag auf der Leipziger Eisenbahnstraße ein Drogenlager.
Bei einer Razzia von LKA und Zoll wegen Steuervergehen entdeckten die Ermittler am Dienstag auf der Leipziger Eisenbahnstraße ein Drogenlager.

Die Ermittler stießen in einer Wohnung auf das Drogenlager. In den Räumen in einer Nebenstraße fand die Polizei am Dienstagabend rund 2 Kilogramm Marihuana, 100 Gramm Kokain und 800 Gramm Crystal, wie Sprecher Alexander Bertram am Mittwoch sagte.

Zwei Männer im Alter von 23 und 25 Jahren seien wegen des Verdachts des Drogenhandels festgenommen worden.

Hauptziel der großangelegten Kontrolle am Dienstagabend war eigentlich die Bekämpfung von Steuervergehen und Schwarzarbeit. Zöllner und Steuerfahnder durchsuchten 26 Restaurants, Bistros und Läden.

Auf der Eisenbahnstraße haben sich zahlreiche Dönerbuden, Shishabars und Imbisse angesiedelt. Auch in Thüringen gab es in dem Zusammenhang Kontrollen.

Wie Heike Wilsdorf, Sprecherin des Hauptzollamtes Dresden am Mittwoch sagte, wurde ein Steuerverfahren wegen des Fundes von 14,6 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabaks in einer Shishabar eingeleitet. Zudem wurden ein Strafverfahren wegen illegalen Aufenthaltes sowie sechs Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen der Beschäftigung von Ausländern ohne Arbeitsgenehmigung eingeleitet. Die Zöllner werten außerdem jetzt sichergestellte Computer, Speichermedien und Unterlagen aus.

Das Landeskriminalamt (LKA) hatte die Großrazzia unterstützt. Die Eisenbahnstraße wurde abgesperrt, der Verkehr umgeleitet. Dem LKA sei es auch darum gegangen, Präsenz zu zeigen und klar zu machen, dass rechtsfreie Räume nicht geduldet würden, sagte Sprecher Tom Bernhardt am Mittwoch.

Zwei Personen wurden festgenommen. (Archivbild)
Zwei Personen wurden festgenommen. (Archivbild)  © dpa/Sebastian Willnow

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