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Rotlicht-Report! Der Absturz von Melanie W.

Leipzig - Schon zu DDR-Zeiten boten professionelle Dirnen ihren Körper auf der Leipziger Nordstraße an, besserten Hausfrauen dort ihr Taschengeld auf. Doch schon bald nach der Wende verkam Sachsens bekanntester Straßenstrich zur Drogenmeile. Dutzende Frauen hat die „Nordi“ seither in den Abgrund gerissen. Eine von ihnen ist Melanie W.
Hier sieht man die junge Melanie vor 15 Jahren als Edel-Callgirl.
Hier sieht man die junge Melanie vor 15 Jahren als Edel-Callgirl.

Von Alexander Bischoff

Leipzig - Schon zu DDR-Zeiten boten professionelle Dirnen ihren Körper auf der Leipziger Nordstraße an, besserten Hausfrauen dort ihr Taschengeld auf. Doch schon bald nach der Wende verkam Sachsens bekanntester Straßenstrich zur Drogenmeile. Dutzende Frauen hat die „Nordi“ seither in den Abgrund gerissen. Eine von ihnen ist Melanie W.

Schwarze Mähne, rehbraune Augen, Wangengrübchen, kecker Blick - als Melanie Mitte der 90er-Jahre das erste Mal an der Nordstraße stand, war sie gerade 13 Jahre alt. Ein pubertierender Teenager, der nach der Scheidung der Eltern von zu Hause ausgerissen war.

In der pulsierenden Großstadt geriet das Mädchen aus der Provinz, das alle nur Melli nannten, gleich an ältere, vor allem aber falsche Freunde.

„Es war mein Ex-Freund, der mich auf den Strich gebracht hat“, erinnert sich Melanie. Gerade ältere Männer rissen sich um die „Neue“ auf dem Kiez. Dass sie minderjährig war, turnte die meisten Freier eher an, als dass es sie abstieß.

Melli geriet an Zuhälter, die das „Potenzial“ der Kindfrau erkannten. Und sie machten das Mädchen gefügig. Zuerst mit Kokain, später mit Heroin.

Schon bald drehte sich im Leben von Melanie alles nur noch um den Stoff.

Sie war mittendrin im Strudel aus Drogen und Beschaffungsprostitution. Heute ist Melanie 32 Jahre alt, doch sie steckt im Körper einer alten, schwer kranken Frau. Ihr Blick ist leer und glasig, die Zunge bleiern. Nichts erinnert mehr an die Schönheit von einst.

Aus dem Heroin ist inzwischen Crystal geworden. Das ist billiger. Denn mit zunehmendem körperlichen Verfall kam auch der Abrutsch vom Callgirl zur Billignummer auf dem Elendsstrich.

Das macht der Drogenstrich aus einem Mädchen: Das Foto wurde vor wenigen Tagen aufgenommen - Melanie ist total abgestürzt.
Das macht der Drogenstrich aus einem Mädchen: Das Foto wurde vor wenigen Tagen aufgenommen - Melanie ist total abgestürzt.

Seit Jahren ist Prostitution auf der Nordstraße verboten. Doch noch immer tauchen in der Dunkelheit tagtäglich blasse Crystal-Gestalten auf und verschwinden in kreisenden Autos, die sie nach einer halben Stunde wieder ausspucken.

Im vergangenen Jahr spürten Kontrolleure des Ordnungsamtes 17 Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren auf dem Nordstraßen-Strich auf - fast alle drogenabhängig.

Auch Melli hat ihrer Schicksalsstraße noch nicht abgeschworen.

Doch bald will sie einen erneuten Versuch starten, ihr zu entkommen: „Ab 7. Dezember beginne ich eine Langzeittherapie in einer Suchtklinik in Thüringen - ich wünsche mir so, dass ich es diesmal schaffe, von dem Dreck wegzukommen“, sagt sie.

Ihre Motivation ist ihr kleiner Sohn Stan Noel, der letztes Jahr zur Welt kam. Das vom Drogenkonsum der Mutter schwer geschädigte Baby lebt nach längerem Klinikaufenthalt bei Pflegeeltern.

Eine Chance, ihr Kind eines Tages im Arm halten zu können, hat Melli nur, wenn sie es schafft, dem Teufelskreis von Prostitution und Drogen zu entkommen.

Die Leipziger Nordstraße ist noch immer ein illegaler Straßenstrich. Im Hintergrund leuchtet die Michaeliskirche.
Die Leipziger Nordstraße ist noch immer ein illegaler Straßenstrich. Im Hintergrund leuchtet die Michaeliskirche.

Kathi ist der „Engel der Huren“

Kathi Paul (38) ist seit drei Jahren der „Engel der Huren“: Die Ex-Prostituierte ist die gute Seele im Chemnitzer Rotlicht-Milieu, Kummerkasten, Freundin, Beraterin, Seelen-Masseurin.

„Ich habe zwölf Jahre lang selber angeschafft, kam dann mit dem christlichen Glauben in Kontakt. Das half mir, aus dem Gewerbe auszusteigen.“ Doch so ganz ließ sie ihre alte Welt nicht los: „Ich weiß, wie viele Tränen dort vergossen werden, wie einsam viele Mädchen sind. Denen wollte ich helfen.“

Sie gründete also den „Treffpunkt Leuchtturm“ im Chemnitzer Stadtteil Hilbersdorf. Hier können die Liebesdamen auf einen Kaffee vorbeischauen, quatschen und abschalten.

Am 19. Dezember steht erstmal eine Weihnachtsfeier für ihre Mädels an.

Und die, die nicht vorbeischauen können, bekommen eine kleine Überraschung vorbeigebracht.

  • Kontakt: 0157/35149647

Fotos: Ralf Seegers, Peter Zschage, Alexander Bischoff (2)

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