Leipziger SPD-Vorsitzender tritt zurück und holt zum Rundumschlag gegen eigene Partei aus

Leipzig - Der Leipziger SPD-Vorsitzende Hassan Soilihi Mzé ist am heutigen Mittwoch von all seinen Ämtern innerhalb der Partei zurückgetreten.

Hassan Soilihi Mzé ist am Mittwoch von all seinen Ämtern zurückgetreten. Als Grund führte er innerparteiliche Konflikte an.
Hassan Soilihi Mzé ist am Mittwoch von all seinen Ämtern zurückgetreten. Als Grund führte er innerparteiliche Konflikte an.  © DPA

In einer Presseerklärung bedankte er sich für die Unterstützung, die er erfahren hat und ließ verkünden: "Gemeinsam mit diesen Menschen ist mit Blick auf Leipzig vieles gelungen – und dafür bin ich sehr dankbar. Vieles heißt aber auch: entscheidende Punkte nicht."

Damit meint Mzé parteiinnere Konflikte zwischen dem Vorstand und einzelnen Mandatsträgern. Die Bemühungen des ehrenamtlich arbeitenden Vorstands seien "weder ernst- noch wahrgenommen" worden. "Mit verheerenden Folgen für das innerparteiliche Klima: Denn wo im Vordergrund steht, statt gemeinsam Inhalte zu entwickeln, anderen das Leben schwer zu machen, da ist keine politische Zusammenarbeit, da ist kein respektvolles Miteinander mehr möglich", so Mzé.

Weiter teilt der 36-Jährige mit: "Ich habe mich entgegen diesen Entwicklungen und trotz Anfeindungen gerne für die Leipzig SPD an verantwortlicher Stelle eingebracht. An einem Punkt, wo in einem feindseligen Klima aber die Gesundheit schließlich verlorengeht, ist auch zu entscheiden, ob ein solcher Einsatz noch verantwortbar ist. Diese Entscheidung ist jetzt gefallen."


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