Leipzig ruft zur Lichterkette gegen PEGIDA auf

Der ehemaliger Thomas-Pfarrer Christian Wolff (66) ruft zum Protest gegen Pegida und Legida auf.
Der ehemaliger Thomas-Pfarrer Christian Wolff (66) ruft zum Protest gegen Pegida und Legida auf.

Leipzig - Wenn PEGIDA am Montag ihren Leipziger Ableger besucht, werden sich die „Abendländer“ aus Dresden auf einen heißen Empfang einstellen müssen.

Dutzende Initiativen und Privatpersonen haben zu Gegenprotesten aufgerufen. Den wohl größten wird es rund um den Leipziger City-Ring geben.

Unter dem Motto „Leipzig bleibt helle“ rufen der einstige Thomas-Pfarrer Christian Wolff (66, SPD) und Oberbürgermeister Burkhard Jung (57, SPD) die Leipziger und die hier lebenden Flüchtlinge auf, die Innenstadt ab 18.45 Uhr mit einer gemeinsamen Lichterkette zu umschließen.

„Wir wollen so ein starkes Zeichen des Willkommens und eines friedlichen Zusammenlebens von uns so verschiedenen Menschen in der Stadtgesellschaft setzen“, sagte Wolff.

Kerzen stünden für Helligkeit, Freundlichkeit und Warmherzigkeit, so der Geistliche zum Symbolgehalt der Lichterkette.

Leipzigs OB Burkhard Jung (57, SPD) zeigt das Plakat, mit dem zur Lichterkette aufgerufen wird.
Leipzigs OB Burkhard Jung (57, SPD) zeigt das Plakat, mit dem zur Lichterkette aufgerufen wird.

„Es ist ein bürgerschaftliches Zeichen - friedlich und gewaltfrei“, ergänzte OB Jung. Nach der Lichterkette soll es ab 19.15 Uhr eine Abschlusskundgebung vor der Thomaskirche geben und anschließend ein Friedensgebet.

Auch die im Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ vertretenen Vereine und Initiativen kündigten gestern massiven Gegenprotest gegen die auf dem Augustusplatz geplante gemeinsame Kundgebung von PEGIDA und LEGIDA an.

Unter dem Slogan „Wir lassen uns den Platz nicht nehmen“ sind bereits ab 17 Uhr Veranstaltungen auf dem Augustusplatz geplant. Zudem soll es eine „antirassistische Demonstration“ vom Augustusplatz zum Richard-Wagner-Platz geben.

Was letztlich wo stattfinden wird, ist derzeit aber noch offen. Erst am Freitag will die Stadtverwaltung nach umfangreichen Gesprächen mit der Polizei und den Anmeldern per Auflage die Kundgebungsorte und Demo-Routen festlegen.

UPDATE 15:30 Uhr: Wie bekannt wurde, hat die Stadt Leipzig per Auflage die genehmigte Demonstration von LEGIDA/PEGIDA auf den Parkplatz vor dem Naturkundemuseum verlegt. Mithin muss das Bündnis mit einem Demonstrationsort außerhalb des Cityrings vorlieb nehmen. Die Demonstrationsroute soll bis zum Waldplatz gehen.

Fotos: Alexander Bischoff, dpa


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