Ferngesteuerte Flieger: Leipziger Lotsen überwachen Flüge in Saarbrücken

Leipzig/Saarbrücken - Fluglotsen in Leipzig haben seit Dezember bereits rund 1300 Flugzeuge am Flughafen Saarbrücken aus der Ferne überwacht.

Vom Flughafen Leipzig/Halle (Saale) werden die internationalen Flüge aus der Ferne überwacht.
Vom Flughafen Leipzig/Halle (Saale) werden die internationalen Flüge aus der Ferne überwacht.  © Ralf Seegers

Die Umstellung sei planmäßig gelaufen, sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS), Stefan Jaeckel, der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Es habe keine Probleme gegeben, nur "kleine Kinderkrankheiten, die uns zu neuen Erkenntnissen verholfen haben". Das System habe sich jetzt schon bewährt.

Seit 4. Dezember steuern Experten in Sachsen aus mehr als 400 Kilometer Entfernung den Flugverkehr in Saarbrücken. Im Dezember seien insgesamt 753 Flieger von Leipzig aus gelotst worden, in den ersten drei Wochen im Januar seien es 543 gewesen.

Der Flughafen Saarbrücken ist der erste internationale Flughafen in Deutschland, der nicht mehr vom örtlichen Tower aus überwacht wird. Im nächsten Jahr soll Erfurt angeschlossen werden, später Dresden.

Dann würden die drei kleinsten internationalen Flughäfen Deutschlands ferngesteuert.

Rund 1300 Flüge steuerten Fluglotsen schon aus der Ferne.
Rund 1300 Flüge steuerten Fluglotsen schon aus der Ferne.  © DPA

Titelfoto: DPA

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