Grüne und Umweltverbände protestieren gegen Baummassaker in unseren Städten

Leipzig - Im Parlament ist der Baumschutz gescheitert, jetzt geht es auf die Straße: Gemeinsam mit Umweltverbänden wollen die Grünen am Donnerstag in Leipzig gegen den Baum- und Artenschwund in Sachsens Großstädten demonstrieren.

Kämpft im Landtag für einen kommunalen Baumschutz: Wolfram Günther (45), Fraktions-Chef der Grünen.
Kämpft im Landtag für einen kommunalen Baumschutz: Wolfram Günther (45), Fraktions-Chef der Grünen.  © Holm Helis

"Während Leipzig wächst, schrumpft die Stadt für die Tier- und Pflanzenwelt. Bäume und andere Lebensräume gehen ohne Ausgleich verloren" beschreibt Karsten Peterlein (43) vom Naturschutzbund (NABU) die hässliche Seite des Baubooms.

Auch in Dresden gibt es immer mehr Kettensägenmassaker - zuletzt in einem Innenhof in Löbtau, wo mehr als 30 Bäume einem Neubau-Projekt zum Opfer fielen.

"Die Abschaffung des kommunalen Baumschutzes durch CDU und FDP vor neun Jahren war ein Riesenfehler und ein massiver Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung", schimpft Sachsens Grünen-Fraktions-Chef Wolfram Günther (45). Im März brachte die Partei einen Gesetzentwurf für einen besseren Baumschutz in den Landtag ein. Doch eine Stimmen-Koalition aus CDU, SPD und AfD schmetterte ihn ab.

Am Donnerstag treffen sich die Grünen mit dem NABU und anderen Umweltverbänden in der Leipziger Innenstadt zur Demo (ab 16.30 Uhr) gegen den Raubbau an der Natur in Sachsens Großstädten. Und auch parlamentarisch gibt sich die Öko-Partei noch nicht geschlagen.

"Nach der Landtagswahl nehmen wir einen neuen Anlauf, den kommunalen Baumschutz wieder im Gesetz zu verankern", verspricht Günther.

Immer wieder müssen in unseren Großstädten Bäume weichen, weil sie Bauprojekten oder wie hier in Chemnitz dem Straßenausbau im Wege stehen.
Immer wieder müssen in unseren Großstädten Bäume weichen, weil sie Bauprojekten oder wie hier in Chemnitz dem Straßenausbau im Wege stehen.  © Haertelpress

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