Bauzeit um 8 Jahre überschritten: Leipziger Paulinum endlich eröffnet

Das Paulinum erinnert in seiner äußeren Form an die 1968 gesprengte, Universitätskirche St. Pauli. Der Neubau wurde an der Stelle errichtet und beherbergt wissenschaftliche Einrichtungen, die Aula und einen Andachtsraum.
Das Paulinum erinnert in seiner äußeren Form an die 1968 gesprengte, Universitätskirche St. Pauli. Der Neubau wurde an der Stelle errichtet und beherbergt wissenschaftliche Einrichtungen, die Aula und einen Andachtsraum.  © DPA

Leipzig - 49 Jahre nach der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli wird das Leipziger Paulinum an diesem Freitag endlich eröffnet.

Eigentlich sollte der Neubau schon 2009, zum 600. Jahrestag der Universität Leipzig, fertig sein. Schwierigkeiten unter anderem beim Innenausbau führten jedoch immer wieder zu Verzögerungen. Am 1. Dezember wird der sakral anmutende Bau mit zwei Orgeln in Anwesenheit von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) eingeweiht.

Um 11 Uhr beginnen die Feierlichkeiten mit einem Festakt für geladene Gäste. Zu diesem Anlass werden unter anderem Dr. Eva-Maria Stange, sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, sowie Uni-Rektorin Dr. Beate Schücking sprechen. Eine Festrede gibt es auch vom ehemaligen Direktor des Simon-Dubnow-Institutes für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig, Prof. Dr. Dan Diner.

Am Abend (19.30 Uhr) gibt es ein Festkonzert des Leipziger Universitätschores in Kooperation mit dem MDR-Rundfunkchor, dem Mendelssohnorchester und anderen Größen aus der Klassik-Welt.

Die Bauzeit wurde um 8 Jahre überschritten, doch diesen Freitag öffnet das Paulinum seine Pforten endlich auch für die Öffentlichkeit.
Die Bauzeit wurde um 8 Jahre überschritten, doch diesen Freitag öffnet das Paulinum seine Pforten endlich auch für die Öffentlichkeit.  © DPA

Am Samstag: Generalprobe!

Der Festgottesdienst wird von 11.00 bis 12.30 Uhr geprobt. Für Interessenten gibt es im Vorfeld kostenlose Platzkarten (Infopunkt Neues Augusteum). Ab 13 Uhr dürfen die Leipziger dann endlich bestaunen, was sich in den letzten Jahren hinter verschlossenen Türen abgespielt hat. Um 18 Uhr findet noch ein Konzert unter dem Motto "Luther - woher/wohin" statt. Zum Abschluss gibt's im Paulinum den Science Slam "Ist Wissenschaft 1 Teilchen Gottes".

Der Sonntag beginnt um 11 Uhr mit dem ersten Festgottesdienst in der Geschichte der neuen Universitätskirche. "Dabei werden auch die Orgeln, der Ambo, der Taufstein sowie der Altar in Dienst genommen", teilt die Uni mit. Begleitet wird der Gottesdienst von den Leipziger Chören. Für den Abend (19.30 Uhr) ist ein Orgelkonzert geplant.

Der Montag ist der letzte Fest-Tag nach der Eröffnung des Paulinums. Die Uni feiert ihr 608. Gründungsjubiläum, den Dies academicus. Diesen begeht die Alma mater mit einer akademischen Festveranstaltung in der Aula des Paulinums (9 Uhr). Zu dieser Gelegenheit wird Prof. Dr. Volker Gerhard von der Humbold-Universität Berlin die Ehrendoktorwürde verliehen.

Ab 11.30 Uhr gibt es verschiedene Vorträge, um 19.30 Uhr endet die Festwoche mit einer öffentlichen Probe des Leipziger Universitätschores.


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