Abgeschmettert: Salafisten dürfen in Leipzig keine Kita betreiben

Ein islamischer Verein mit salafistischem Glaubensverständnis wollte in Leipzig eine Kita betreiben und scheiterte mit seinem Vorhaben nun vor dem OVG (Symbolbild).
Ein islamischer Verein mit salafistischem Glaubensverständnis wollte in Leipzig eine Kita betreiben und scheiterte mit seinem Vorhaben nun vor dem OVG (Symbolbild).  © DPA

LEIPZIG - Islamische Vereine oder Institutionen mit salafistischer Ausrichtung dürfen in Sachsen keine Kindergärten betreiben. Das bestätigte jetzt das Oberverwaltungsgericht Bautzen (OVG) in einem Fall aus Leipzig.

In der Messestadt wollte ein privater Träger, dessen Glaubenverständnis sich nach Gerichtsangaben ausschließlich an Koran und Suna orientiert, eine Kita eröffnen. Wer hinter dem Projekt steht, dazu wollte das OVG auf TAG24-Nachfrage keine Angaben machen.

Der Freistaat klagte dagegen und bekam nun auch in zweiter Instanz recht. „Das Wohl von Kindern erfordere nach den Maßstäben des Grundgesetzes und des Kinder- und Jugendhilferechts einen auf die Integration in die Gesellschaft gerichteten erzieherischen Ansatz, der mit dem ausschließlich an Koran und Suna orientierten Glaubensverständnis des Trägers des Kindergartens nicht in Übereinstimmung ge-bracht werden könne“, hatten bereits die Richter des Leipziger Verwaltungsgericht befunden.

Das OVG bestätigte dies nun und wies die Berufung der Salafisten ab. Der Beschluss ist unanfechtbar.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0